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Gesundheits-News aus Newsletter
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Ätherische Öle
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Vom unbedachten Umgang mit pflanzlichen Heilölen wie z.B. Eukalyptus-, Rosmarin-, Teebaum- oder Fenchelöl sei vor allem bei Kleinkindern gewarnt, da es dadurch unter anderem zu Atembeschwerden oder krampfartigen Anfällen kommen kann.
Journal of Toxicoclogy-Clinical Toxycolcogy 37 (1999) 721-727
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Grüner Tee verjüngt Hautzellen
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Durch EGCG, ein Inhaltsstoff im grünen Tee, konnten im Laborexperiment sterbende Hautzellen reaktiviert werden. Die Hautzellen begannen ihr Erbgut wieder zu vervielfältigen und steigerten den Energieverbrauch. Eine solche Reaktivierung durch eine z.B. EGCG-haltige Creme könnte bei verschiedenen Hautproblemen eingesetzt werden. Damit lässt sich möglicherweise die Vernarbung von Wunden verhindern oder die Schuppenflechte behandeln.
Wissenschaft.de, Gesundheit, 28.4.03
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Rooibusch-Tee: beliebt und gut verträglich
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Als ein dem Schwarztee ähnlicher Tee, aber koffeinfrei und mit niedrigem Gerbstoffgehalt, erfreut sich der Rotbusch-Tee (auch bekannt unter dem Namen Rooibos oder Rooibusch) steigender Beliebtheit und ist ein auch für Kinder bestens geeignetes Teekraut. Rotbusch-Tee wirkt (vermutlich durch das darin enthaltene Luteolin) krampflösend auf Magen und Darm und wurde erfolgreich bei der 3-Monats-Kolik von Säuglingen eingesetzt.
D. Frohne, Heilpflanzenlexikon, Wissenschafliche Verlagsgesellschaft, Stuttgart, 2002 und Review of Agricultural Economics, 27 (2005) 139-148 und Basic & Clinical Pharmacology & Toxicology, 99 (2006) 365
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Una de Cato als echte Alternative zur Schulmedizin
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Die Wurzel und Rinde der im tropischen Regenwald beheimateten Pflanze Una de Cato (Uncaria tomentosa, Cat's claw, Katzenkralle) enthält pharmazeutisch hochaktive Substanzen wie Alkaloide, Terpenoide und Flavonoide. In verschiedenen wissenschaftlichen Studien konnte sowohl die ihr nachgesagte entzündungshemmende, antioxidative, immun- stimulierende und -regulierende Wirkung, wie auch der ihr zugeschriebene heilende oder lindernde Einfluss bei niedrigem Blutdruck, Arthritis und gar Krebs bestätigt werden.
Phytotherapie Research, 18 (2004) 259-274 und The Journal of Rheumatology, 29 (2002) 678-681 und Journal of Ethnopharmacology, 69 (2000) 115-126 und Alimentary Pharmacology & Therapeutics, 12 (1998) 1279-1289 und Phytomedicine, 7 (2000) 137-143 und Phytomedicine, 8 (2001) 275-282 und Phytomedicine, 9 (2002) 325-337 und Anticancer Research, 21 (2001) 2457-2461 und Journal of Ethnopharmacology, 81 (2002) 271-276
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Tee sollte ohne Milch genossen werden
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Wenn Teetrinker ihrem Herz-Kreislauf-System etwas Gutes tun wollen, dann sollten sie ihren Tee ohne Milch trinken. Die gefässschützenden Eigenschaften von Grüntee oder Schwarztee gehen durch die in der Milch enthaltenen Kaseine offenbar vollständig verloren. Dies berichten Kardiologen der Charité in Berlin im „European Heart Journal online“.
Saldo Nr. 1 vom 24.1.2007, S. 25
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Ginseng gegen Prostata Krebs
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Das bei Konzentrationsschwäche und Stress so geschätzte Ginseng ist auch ein potentes Krebsmedikament. Darin enthaltene Wirkstoffe wirken auf verschiedene Weise. So reduzieren sie die Entstehung von Krebszellen durch z.B. Umweltgifte, verhindern die Entstehung von neuen Blutgefässen in wuchernden Krebszellen oder leiten den programmierten Tod dieser Zellen ein. Chinesische Forscher konnten nun zeigen, dass im Ginseng enthaltene Saponine die Zellteilung von Prostatakrebszellen stark reduziert, indem die Aktivität bestimmter Gene unterdrückt wird.
Life Sciences 67 (2000) 1297-1306
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"Asian Paradox" belegt positive Wirkung von Tee
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Ein Beleg für die positive Wirkung von grünem Tee ist das "Asian Paradox". Hier konnten Wissenschaftler belegen, dass die asiatische Bevölkerung, obwohl diese stark raucht, ein geringeres Risiko aufweist an Herz-Kreislauf-Erkrankungen sowie Krebs zu erkranken. Grund ist laut der Studie der Grünteekonsum von bis zu 1,2 Litern täglich und die damit verbundene Reduktion von oxidativem Stress. Weitere Studien zeigen, dass der Schwarztee eine dem grünen Tee vergleich-bare Wirkung zeigt.
http://www.aerztlichepraxis.de Quelle: Gesellschaft für Ernährungsmedizin und Diätetik e.V.
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Cystus, eine erstaunliche Teepflanze
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Cystus (Cistus incanus ssp. tauricus L.) ist eine in Griechenland beheimatete Zistrose, deren Gehalt an Polyphenolen sogar jener des Grüntees übertrifft. Untersuchungen mit Cystus-Tee zeigten ein erstaunlich hohes antioxidatives Potential und eine gute antimikrobielle Wirkung. Zudem wurde festgestellt, dass durch Cystustee der Cadmiumspiegel im Blut von Rauchern abnimmt, das Immunsystem stimuliert und das Wachstum von Brustkrebszellen ungewöhnlich stark gehemmt wird. In mehreren Studien wurden auch deutliche Effekte mit leicht entzündlichen Formen der Akne und Neurodermitis erzielt, indem die Patienten mit dem Tee gewaschen wurden.
Deutsche Gesellschaft für Qualitätsforschung pflanzliche Nahrungsmittel, Vortragstagung 2001
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Chinesische Gleditschie gegen Brust Krebs
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Chinesische Forscher konnten in Laborversuchen zeigen, dass die an Saponinen reichen Früchte der chinesischen Gleditschie (Gleditsia sinensis) bei Brust Krebs helfen können. Die Forscher vermuten, dass die Wirkung auf die Einleitung des programmierten Zelltodes zurückzuführen ist.
Chemotherapy, 48 (2002) 303-308
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Lakritze hilft beim Lernen
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In Lakritze ist Carbenoxolon enthalten, welches schottischen Wissenschaftern zufolge den geistigen Abbau hemmen und die Merkfähigkeit steigern soll. Zuviel Lakritze soll aber ungesund sein, da es den Blutdruck in die Höhe treibt.
NZZ, Forschung und Technik, 28.4.2004
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Rotbusch Tee als wirksames Antioxidans
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Wie zwei südafrikanische Studien zeigen konnten, enthält der Rotbusch-Tee (Rooibosh) wirksame Antioxidantien, was auf die darin enthaltenen Flavonoide zurückgeführt werden konnte. Er kann damit, wie auch andere Antioxidantien wie z.B. die Vitamine A, C, E oder auch Grüntee, den Körper vor Schäden durch Radikale und damit vor Krankheiten wie Krebs schützen.
South African Journal of Botany 70 (2004) 660 und Journal of Food Science 67 (2002) 2129-2131
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Teebaumöl wirkt gegen Bakterien, Viren und Pilze
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Das aus dem australischen Teebaum (Melaleuca alternifolia) gewonnene Teebaumöl verfügt über ein breites antibakterielles Wirkspektrum. Es wirkt sogar gegen sogenannte Problemkeime wie Methillicin resistente Staphylokokken. Da es ebenfalls über antivirale und antimykotische Eigenschaften verfügt, kann es bei z.B. Lippenherpes oder Pilzerkrankungen der Haut oder Nägel verwendet werden.
Phytotherapie, 3 (2003), 32-39
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Süssholzwurzel als Schutzschild für die Leber
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Die Süssholzwurzel ist ein wichtiges Heilmittel in der chinesischen Pflanzenheilkunde und wird dort unter anderem zum Schutz der Leber vor Giftstoffen oder bei chronischer Hepatitis eingesetzt. Eine chinesische Studie konnte nun nachweisen, dass die Süssholzwurzel in der Lage ist, die Leber vor Schäden durch das Medikament Azathioprin zu schützen. Eines der wichtigsten Nebenwirkungen, dieses besonders nach Transplantationen zur Unterdrückung der Immunreaktion (Abstossung) verwendete Medikament, ist seine leberschädigende Wirkung. Als aktive Substanz, welche für die leberschützende Wirkung verantwortlich ist, wurde das in der Süssholwurzel reichlich vorkommende Glycyrrhicin (auch Glycyrrhicinsäure genannt) identifiziert.
Phytotherapy Research, 20 (2006) 640-645
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Die Pfefferminze; ein unterschätztes Heilkraut
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Eine amerikanische Forschungsgruppe vom Human Nutrition Research Center on Aging at Tufts in Boston hat wissenschaftliche Erkenntnisse der letzten Jahrzehnte im Zusammenhang mit dem Pfefferminz Teekraut zusammengetragen. In zahlreichen Laborversuchen konnte gezeigt werden, dass die Pfefferminze gegen verschiedene Bakterien und Viren wie dem Herpes oder Grippe Virus wirkt, ein starkes Antioxidans ist und der Entstehung von Krebs entgegen wirken kann. Ebenso wurde im Laborversuch beobachtet, dass die Pfefferminze über ein anti-allergisches Potential verfügt, was unter anderem auf das in der Pfefferminze reichlich vorhandene Menthol zurückgeführt wurde. Trotz der in medizinischer Hinsicht interessanten Erkenntnisse existieren nur wenige wissenschaftliche Studien über die Wirkung dieser Heilpflanze auf Erkrankungen am Menschen und klinische Studien fehlen gänzlich. Allerdings sind Pfefferminz Präparate in Deutschland für die Behandlung von Magen-Darmstörungen (Dyspepsie) als Standardpräparate zugelassen.
Phytotherapy Research, 20 (2006) 619-633
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Rotbusch Tee; wirksamer Schutz für Erbgut
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Als Mutagene werden chemische Substanzen bezeichnet, welche das Erbgut eines Organismus verändern oder schädigen und so in der Lage sind, Krebs auszulösen. Dies können z.B. Verbindungen, welche beim Verkohlen von Fleisch entstehen, aber auch verschiedene in die Umwelt gelangende Gifte sein. Wie eine südafrikanische Studie im Tierversuch zeigen konnte, ist der Rotbusch-Tee (Rooibosh), verglichen mit dem grünen Tee, ein ähnlich wirksames Antimutagen und daher in der Lage, solch schädigende Einflüsse abzuwehren. Nur in sehr niedriger Dosierung war der Rotbusch-Tee dem grünen Tee deutlich unterlegen.
Mutation Research 611 (2006) 42-53
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Angewandte Pflanzenheilkunde mit Una de Cato
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Una de Gato kann zur Behandlung der rheumatioden Arthritis eingesetzt werden. Die rheumatoide Arthritis oder chronische Polyarthritis ist eine fortschreitende chronisch entzündliche Erkrankung der Gelenke (selten auch von inneren Organen), die schubweise immer mehr Gelenke, vorwiegend die kleinen Gelenke der Finger und Zehen, befällt. In der konventionellen pharmakologischen Therapie werden verschiedene Medikamente eingesetzt, die jedoch zum Teil ein erhebliches Nebenwirkungspotenzial aufweisen. Hier bietet sich die Phyto-Therapie als ideale Alternative an. Es konnte gezeigt werden, dass durch ein wässriges Extrakt (als Teeaufguss oder in getrockneter Form zu sich genommen) der Wurzel und Rinde der im tropischen Regenwald beheimateten Pflanze Una de Cato (Uncaria tomentosa, Cat's claw, Katzenkralle) die rheumatoide Arthritis wirksam behandelt werden kann. Diese Resultate konnten während einer österreichischen Studie bestätigt werden, wonach bereits nach einer Therapiedauer von einem Monat die Entzündungen und Schwellungen in den betroffenen Gelenken zurück gingen und der Schmerzmittelverbrauch stark gesenkt werden konnte.
Seminar in Arthritis and Rheumatism 34, 6 (2005) 773-784 und Journal of Ethnopharmacology 107 (2006) 91-94 Journal of Ethnopharmacology 81 (2002) 217-276 und Phytomedicine 11, 2-3 (2004) 213-333 und Taschenatlas der Pharmakologie, Georg Thieme Verlag, 2001, S. 330 und Wien-Heute.at -news_gesundheit_gelenksentzündung_wien heute_wissenschaft
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Mit Ingwer frisch in den Tag
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Ingwer wird in der ayurvedischen Medizin verwendet, um die Ausscheidung sanft anzuregen und den inneren Verdauungsweg zu entgiften. Am besten geschieht dies durch Trinken von ca. 4dl Ingwer-Tee (siehe Rezept) gleich nach dem Aufstehen. Das regelmässige Trinken von Kaffee in der frühen Morgenstunde soll hingegen gemieden werden, weil dieser, über die Jahre hinweg getrunken, die natürliche Darmtätigkeit reduzieren kann. Rezept In 1l Wasser ca. 1 Teelöffel Ingwer geben, langsam erhitzen und 5-10 Minuten leicht köcherln lassen. Pfanne vom Herd nehmen, noch 10 Minuten ziehen lassen und absieben. Der Tee kann gut am Vorabend zubereitet werden.
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Entgiftung des Körpers durch grünen Tee
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Grüner Tee als Krebsprophylaxe. Ein wirksames Abwehrsystem zur Verhinderung von Zellschäden durch reaktive freie Radikale ist eine wichtige Voraussetzung, um dem Körper vor Krebs zu schützen.
Eine amerikanische Studie konnte nun nachweisen, dass durch die Einnahme von Grüntee-Polyphenolen die Menge und Aktivität der sogenanten GST-Enzyme (siehe Erklärung Enzyme) in Blut wesentlich erhöht wird. So hilft der Grüntee dem Körper, sich zu entgiften und vor Krebs zu schützen. Bemerkenswerterweise war dieser Effekt besonders bei jenen Testpersonen ausgeprägt, welche vor der Untersuchung eine deutlich niedrigere Enzymaktivität aufwiesen. Daraus wurde geschlossen, dass mit Grüntee-Polyphenole vor allem jene Menschen vor Krebs geschützt werden können, deren GST-Enzyme von Natur aus eine niedrigere Aktivität aufweisen.
Im Rahmen derselben Studie wurde zudem festgestellt, dass durch die Grünte-Polyphenole die Aktivität der Cytochrom P-450 Enzymfamilie nicht beeinträchtigt wird. Dies ist von Bedeutung, weil durch diese Enzyme z.B. Medikamente abgebaut bzw. inaktiviert werden. Ein ungewollt schneller Abbau von Medikamenten ist also durch die Einnahme von Grünteeextrakten (in der Form von Tee oder Tabletten) nicht zu befürchten (Anmerkung der Tee-Online Redaktion: Zu berücksichtigen ist hierbei allerdings, dass Polyphenole als recht potente Fällungs- und Komplexierungsmittel verschiedenste Substanzen binden können. Eine gleichzeitige Einnahme von Polyphenolen und Arzneimittel sollte daher zur Sicherheit vermieden werden).
Enzyme Enzyme sind körpereigene Proteine, die ganz bestimmte chemische Reaktionen ermöglichen. Die Glutathion-S-Transferasen (GST) sind Enzyme, welche organische freie Radikale und reaktive organische Moleküle unschädlich machen und den Körper auf diese Weise vor der Einwirkung dieser Substanzen zu schützen versuchen.
Chow HHS et al., Cancer Epidemology Biomarkers & Prevention 16, 8 (2006) 1662-1666 und Chow HHS et al., Cancer Epidemology Biomarkers & Prevention 15, 12 (2006) 2473-2476 und F.X. Reichl, Taschenatlas der Toxikologie, Georg Thieme Verlag, Stuttgart, 1997, 140-142
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Grüntee und Rotbusch Tee bei Zuckerkrankheit
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Grüntee und Rotbusch Tee sollen bei einer – durch Zuckerkrankheit hervorgerufenen – Nierenerkrankung helfen. Die diabetische Nephropathie ist eine Nierenerkrankung, für welche als Ursache die Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus) verantwortlich gemacht wird und eine häufige Ursache eines Nierenversagens ist. Wie eine japanische Studie zeigen konnte, kann dieser Nierenerkrankung durch Grüntee und Rotbusch Tee (Rooibos) wirksam entgegen getreten werden. Es wird angenommen, dass die im Grüntee enthaltenen Polyphenole bzw. im Rotbusch enthaltenen Flavonoide freie Radikale abfangen und so die Anlagerung von Glukose an körpereigene Proteine (die so genannte Maillard Reaktion) verhindern kann.
Food Phytochemicals for Cancer Prevention, ACS Symposium, 547 (1994) 68-75 und J. Clin. Invest., 95 (1995) 2338-2345
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Ätherische Öle als Bakterien-Killer
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Mit bestimmten ätherischen Ölen versetzte Kerzen riechen nicht nur gut, sie können auch eine sehr effektive antibakterielle Wirkung haben. Die Kombination der Ölessenzen mit in der Kerzenflamme entstehenden elektrisch geladenen Ionen tötet Bakterien zuverlässig ab, haben britische Wissenschaftler gezeigt. Die desinfizierenden Gase dringen besonders gut durch poröse Oberflächen und Materialien, berichtet die Universität Southampton.
Mit ätherischen Ölen versehene Kerzen haben auf die Oberflächen im Raum einen bemerkenswert starken antibakteriellen Effekt: Nahezu 100 Prozent der Bakterien sterben dabei ab, wiesen Lindsey Gaunt und Sabrina Higgins von der Universität Southampton nach, als sie verschiedene Öle testeten. Wenn sich beispielsweise Orangen-, Thymian- oder Eukalyptusöl über eine Kerze in der Luft verteilen, entsteht eine einzigartige Kombination mit elektrisch geladenen Ionen, die Bakterien wie Escherichia coli oder Staphylococcus aureus zuverlässig vernichtet. Solche Kerzen können Oberflächen genauso zuverlässig desinfizieren wie herkömmliche flüssige Desinfektionsmittel, sagen die Forscher.
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Wundheilung mit Honig
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Honig ist ein alt bewährtes Mittel zur Wundheilung, welches nicht nur in beiden Weltkriegen Anwendung fand, sondern vermutlich schon den Ägyptern bekannt war. In den letzten 10 Jahren erinnerte man sich zunehmend an die hervorragenden Eigenschaften von Honig und setzte diesen in der Wundheilung von z.B. chronischen Wunden oder gegen multiresistente Keime ein. Trotz der schon langen Tradition dieses Heilmittels gibt es nicht sehr viele systematische Studien, welche die Wirksamkeit eindeutig belegen. Eine Forschungsgruppe der Abteilung für biomedizinischen Forschung an der Charles Sturt Universität in Australien konnte dazu beitragen, diese Lücke zu schliessen. Sie wiesen in einer Studie nach, dass sowohl handelsüblicher Medizinhonig (Medihoney) als auch Lavendelhonig die Wundheilung signifikant beschleunigen. Ihre Untersuchung lies vermuten, dass der Honig die Wundheilung nicht nur wegen seiner antibakteriellen Wirkung beschleunigt, sondern sich evtl. unter anderem auch günstig auf die Neubildung von Gewebe auswirkt. Übrigens sollte normaler Naturhonig nicht als Hausmittel verwendet werden, weil dieser Bakteriesporen enthalten und den Zustand der Wunde noch verschlechtern könnte.
Dunford et al., Nursing Standard 15(11), 2000, 63-68 und Lusby et al., Phytotherapy Research 20, 2006, 755-757
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Sichelblättriges Hasenohr bei Hepatitis und
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Chinesische Forscher konnten zeigen, dass die Wurzeln des sichelblättrigen Hasenohrs (Bupleurum falcatum) bei chronischer Hepatitis und Magen-Darmgeschwüren hilft. Dabei wurde nachgewiesen, dass ein Extrakt der Wurzel die Produktion verschiedener Antikörper ankurbelt.
Immunopharpmacology 49 (2000) 307-316
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Mit Heilkräuter gegen den Reizdarm
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Der Reizdarm ist eine diffuse und weitgehend unverstandene Erkrankung des Magen-Darmtraktes, welche – vereinfacht ausgedrückt - vermutlich auf eine krankhaft veränderte Anspannung der Darmmuskulatur zurückgeführt werden kann. Ein Gemisch verschiedener Heilkräuter (Pfefferminze, Melisse, Kamille, Süssholzwurzel und Kümmel) hat sich bei der Behandlung des Reizdarms bewährt. Eine deutsche Forschergruppe der Tübinger Universität untersuchte die Wirkung der Pfefferminze, Kamille und des Süssholzes auf den Grad der Anspannung der Darmmuskulatur. Dazu brachten sie den Darm mit Acetylcholin dazu, sich zusammenzuziehen und testeten die krampflösende Wirkung der einzelnen Heilkräuter. Es zeigte sich bei allen drei getesteten Heilkräutern eine deutliche krampflösende Wirkung auf den Dünndarm, wobei die Pfefferminze sich als besonders wirksam herausstellte.
H.P.T. Ammon et al., Phytomedicine 13 (2006) 67-74 und G. Holtzmann et al., Wiener Medizinische Wochenschrift 154 (2004) 528-534
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Wissenswertes über Aufnahme und Wirkung von Eisen
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Eisen ist ein für den Menschen lebensnotwendiges Spurenelement, welches vor allem für die Blutbildung (Hämoglobin) und als wichtiger Biokatalysator benötigt wird. Aufgrund falscher Ernährungsgewohnheiten ist Eisenmangel nicht nur in Entwicklungsländern ein Problem, sondern gewinnt auch in Europa an Bedeutung. Vor allem bei Frauen wird in Europa oft ein Eisenmangel diagnostiziert. Der menschliche Körper verliert täglich nur rund 1mg (Mann) bis 2mg (Frau) Eisen, was über die Ernährung ausgeglichen werden muss (das Eisen des abgebauten Hämoglobins wird nicht ausgeschieden sondern bleibt dem Körper erhalten und wird "rezykliert“. Zu der Frage, wie viel Eisen ein Mensch täglich aufnehmen muss, gibt es unterschiedliche Vorstellungen, normalerweise werden rund 10-20 mg/Tag empfohlen.
Das mit der Nahrung zugeführte Eisen wird unterschiedlich gut vom Körper aufgenommen. Besonders gut erfolgt die Aufnahme in der Form des so genannten Häm-Eisens, welches im tierischen Fleisch (im Hämoglobin) enthalten ist. Sehr viel schlechter ist die Aufnahme von so genanntem Nicht-Häm-Eisen, welches in Gemüse und Obst zu finden ist. Hierbei sollte allerdings berücksichtigt werden, dass Häm-Eisen schon während der Lagerung und spätestens beim Braten des Fleisches zu einem grossen Teil zersetzt wird und entsprechend in Nicht-Häm-Eisen überführt wird. Gemäss einer spanischen Studie beeinflusst die Ernährungszusammenstellung ebenfalls massgebend, wie viel Eisen aus der Nahrung resorbiert werden kann: Kalzium reduziert die Aufnahme von Eisen ab ca. 40 mg Kalzium, Fleischproteine fördert die Aufnahme von Nicht-Häm-Eisen um das 2-3 fache, Proteine aus Eier und Milch vermindern hingegen die Eisenaufnahme, entgegen früheren Behauptungen beeinflusst die gleichzeitigen Aufnahme von Ballaststoffen die Aufnahme nur wenig. Stark beeinflusst wird die Eisenaufnahme durch Polyphenole, welche in Schwarztee und vor allem grünen Tee reichlich aber auch in Gemüse vorkommen. Je nach Art und Menge des Polyphenols wurde hierbei die Eisenaufnahme fast vollständig verhindert. Interessanterweise scheint die gleichzeitige Aufnahme von Früchten das Eisen z.T. wieder zu mobilisieren, was auf bestimmte Fruchtzucker Arten zurückgeführt wurde. Kurzum kann aus der Studie als Fazit die Erkenntnis gewonnen werden, dass man bei einem Eisenmangel zur den Hauptmahlzeiten auf die Einnahme von Schwarztee oder Grüntee, Milch und Eier verzichten sollte. Vegetarier scheinen generell in Hinsicht eines Eisenmangels stärker gefährdet zu sein.
In der so genannt dreiwertigen Form (Fe 3+) kann Eisen so gut wie nicht aus dem neutralen Dünndarm-Inhalt aufgenommen werden (wegen der Bildung von sehr schwer löslichen Eisenverbindungen), hier ist die zweiwertige Form (Fe2+) deutlich besser resorbierbar. Deshalb wird ein Eisenmangel durch eine orale Verabreichung von zweiwertigen Eisensalzen (z.B. Eisensulfat) bekämpft. Der Einsatz von Eisensulfat oder anderen Eisensalzen ist aus chemischer Sicht jedoch nur bedingt sinnvoll, da die Umwandlung (Oxidation) des zweiwertigen zum unlöslichen dreiwertigen Eisen auch im sauren Milieu des Magens sehr schnell stattfindet. Dadurch entstehende Radikale sind zudem in der Lage, Zellen zu zerstören oder in die Entartung (Krebs) zu treiben. Wie in einer amerikanischen Studie unlängst festgestellt wurde, sind Eisenkomplexe (so werden Verbindungen genannt, in welchen das Eisen geschützt vorliegt) für eine Eisentherapie viel geeigneter, da hier keine freien Radikale entstehen und das Eisen nicht in freier Form vorliegt. Letzteres ist von grosser Bedeutung, da freies Eisen unter anderem dadurch toxisch wirkt, weil es sehr starke Oxidationsmittel freigesetzt (siehe Hintergrund), welche ihrerseits wiederum Körperzellen angreifen und zerstören. Wird trotzdem mit z.B. Eisensulfat therapiert, scheint es sinnvoll, gleichzeitig Antioxidantien wie z.B. Ascorbinsäure (Vitamin C) zu sich zu nehmen. Zudem kann sich der gleichzeitige Verzehr von Fleisch günstig auswirken, da darin enthaltene schwefelhaltige Aminosäuren der Umsetzung des zweiwertigen zum dreiwertigen Eisen entgegenwirken. Auf jeden Fall sollte (siehe oben) auf die gleichzeitige Einnahme von Grüntee oder Schwarztee und Eisentabletten verzichtet werden.
Das Auftreten von niedrigen Eisenwerten im Blut muss aber nicht immer auf einen Eisenmangel beruhen, den es gilt auszugleichen, sondern kann auch eine Strategie des menschlichen Körpers sein. Die Herabsetzung des Eisengehaltes im Blut hat vor allem bei der Infektionsbekämpfung eine grosse Bedeutung, denn viele Bakterien benötigen Eisen um aktiv zu werden. Bei Infektion wandelt der Körper deshalb auch vermehrt Eisen in Ferritin, eine bestimmte Speicherform im menschlichen Körper, um, weil Bakterien das Eisen in dieser Form nicht verwenden können. Eine österreichische Forschungsgruppe konnte unlängst in einer Studie den starken Zusammenhang zwischen der Aggressivität von Bakterien und dem Eisengehalt im menschlichen Blut bestätigen.
Übrigens enthält Spinat entgegen der immer noch verbreiteten Meinung nur wenig Eisen. Ob der Irrtum über den hohen Eisengehalt des Spinats tatsächlich aufgrund eines Kommafehlers eines amerikanischen Chemikers entstand, ist bis heute nicht endgültig geklärt. Klar scheint jedoch, dass der Fehler bereits in den 30 Jahren des 20. Jahrhunderts in Deutschland erkannt wurde. Doch das "Wissen" um den Eisengehalt von Spinat hatte sich schon so in das Bewusstsein der Menschen eingegraben, dass die Fehlermeldung weitgehend ungehört verhallte.
Journal of Laboratory and Clinical Medicine, 136, 5 (2000), 371-378 und International Journal of Food Sciences and Nutrition, 55, 8 (2004) 597-606 und Journal of Agricultural and Food Chemistry und Kidney International, 55, 69 (1999) S-125-S-130 und J.A. Cowan, Inorganic Biochemistry, Wiley-VCH, Wenham, 1997 und Heinrich Zankl, Der grosse Irrtum und Heinz Lüllmann, Klaus Mohr, Taschenatlas der Pharmakologie
Hintergrund
Freies Eisen produziert über die so genannte Fenton Reaktion Hydroxylradikale (HO.):
Fe2+ + H2O2 = Fe3+ + OH- + HO.
Diese Radikale wirken als sehr starke Oxidationsmittel und sind so reaktiv, dass sie die DNA schädigen können.
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Grüner Tee ist besonders gesund mit Zitronensaft
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Mit Zitronensaft soll grüner Tee besonders gesund sein. US-Forscher von der Purdue Universität in West Lafayette konnten nachweisen, dass Zitronensaft, Vitamin C und Grapefruitsaft die im Tee enthaltenen Polyphenole vor einem Abbau schützen. Das Vitamin C beziehungsweise die Stoffe aus den Zitrusfrüchten verhindern, dass die Polyphenole während der Verdauung zerfallen. Die Forscher konnten zeigen, dass so bis zu 13 mal mehr Polyphenole vom Körper aufgenommen werden im Vergleich zu einer Einnahme auf nüchternen Magen ohne Zusätze. Die Forscher konnten zudem zeigen, dass die Einnahme von Milchprodukten die Aufnahme des Polyphenols nicht verhindert, was der weit verbreiteten Meinung, dass die Polyphenole durch Milchproteine gebunden und unwirksam gemacht werden, entgegenspricht. Polyphenole sollen unter anderem vor Krebs und Herz-Kreislauf-Krankheiten schützen (lesen sie dazu mehr in unserem Newsletter Archiv). Apotheken Umschau, 2 (2008) und Purdue University (2007, November 14). Citrus Juice, Vitamin C Give Staying Power To Green Tea Antioxidants. ScienceDaily.
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Schwarzkümmelöl gegen Allergien und Asthma
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Laut einer Studie wirkt das in Asien und Afrika bekannte Schwarzkümmelöl (Nigella sativa) schon ab einer täglichen Dosis von rund 40mg/kg Körpergewicht gegen Asthma, allergische Reaktionen und verschiedene Ekzeme.
Phytother. Res. 17 (2003) 1209-1214
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Abnehmen durch chinesische Kräuter
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Eine chinesische Forschungsgruppe konnte nachweisen, dass verschiedene chinesische Kräuter hochpotente Fettsäureninhibitoren sind und schlagen deren Verwendung in der Behandlung von Fettleibigkeit vor (siehe Hintergrund). Sie untersuchten die Wirkung von insgesamt 31 Kräutern und konnten zeigen, dass mehrere den Aufbau von Fettsäure sehr effektiv unterbinden können. Dazu wurde im Laborversuch gemessen, wie stark ein Extrakt des jeweiligen Krautes den Fettsäureaufbau zu bremsen vermag. Die Resultate konnten im Anschluss daran in weiteren Experimenten bestätigt werden. Es zeigte sich, dass z.B. der in China oft verwendete Da Huang und He Shou Wu, aber auch der Grüntee besonders wirksam ist.
Hintergrund Der Fettanteil eines Menschen beträgt im Durchschnitt 21 % für Männer und 26 % für Frauen (womit theoretisch eine Hungerzeit von ca. 2-3 Monaten überlebt werden kann). Über die Nahrung aufgenommene Fette können nicht direkt als Fettreserven gespeichert werden, sondern müssen zuerst im Verdauungstrakt in ihre einzelnen Bestandteile aufgespalten werden. Erst später erfolgt die Biosynthese von Fett aus diesen Bestandteilen oder aus solchen, welche aus der Zersetzung von Zucker oder Eiweissen stammen. Der Bildung aus letzteren 2 Quellen geht der Aufbau von Fettsäuren voraus, welcher durch die oben beschriebenen chinesischen Kräuter unterdrückt wird. Da Nahrungsfett sehr effizient in Körperfett überführt wird, sollte dieses, um durch solche Kräuter abnehmen zu können, nicht im Übermass zu sich genommen werden. Übrigens: Die Diätpille Xenical hemmt die so genannte Lipolyse im Darm, dadurch tritt weniger Fett vom Darm in den Körper über. Das im Kot verbleibende Fett verändert jedoch dessen Konsistenz, so dass es zu unangenehmen Durchfall kommen kann. Die Einnahme von Xenical erniedrigt zudem die Aufnahme von fettlöslichen Vitaminen.
W.X. Tian et al., Life Sciences 74 (2004) 2389-2399 und D. Voet et al., Lehrbuch der Biochemie, Wiley-VCH, Weinheim
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Der Effekt von Tee auf die Eisenabsorption
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Eisen ist ein essentielles Spurenelement für den Menschen und ist vor allem für die Blutbildung wichtig. Vor allem Frauen leiden häufig an Eisenmangel und nehmen daher auch zum Teil Eisenpräparate zu sich. Da grüner Tee nachweislich die Absorption von Eisen verhindert, sollten entsprechende Präparate nicht zusammen mit diesem zu sich genommen werden. Hervorzuheben ist hierbei, dass der Rooibusch-Tee die Eisenabsorption nicht verhindert, und deshalb ohne weiteres auch mit solchen Präparaten getrunken werden darf. S. Afr. Med. J., 55 (1979) 632-632
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Hilfe bei rheumatischen Beschwerden
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Die Arthrose ist eine Erkrankung der Gelenke und gehört zu der Gruppe der rheumatischen Erkrankungen, wovon in Amerika mehr als 43 Millionen Menschen betroffen sind (1). Die rheumatoide Arthritis stellt die verbreiteste Form der oft sehr schmerzhaften Erkrankungen der Gelenke dar(1,2). Auch in Europa leiden mehrere Millionen an dieser Erkrankung und es wird geschätzt, dass rund 1% der gesamten Weltbevölkerung davon betroffen ist, wobei sie sich bei Frauen öfters manifestiert als bei als Männer. Konventionell wird eine rheumatische Erkrankung mit einer Kombination von Schmerzmittel und Entzündungshemmer behandelt, was aber mit den üblichen Nebenwirkungen wie z.B. Magenbeschwerden verbunden ist (3). Hier bietet die Phytomedizin einer echte Alternative, da ihre Bestandteile wesentlich besser verträglich sind und der traditionellen Therapie sogar überlegen sein können.
Unter anderem hilft der grüne Tee gegen rheumatische Erkrankungen (4). Dabei wurde festgestellt, dass die Polyphenole die Entzündung des Gelenkes bremsen und auf diese Weise Linderung verschaffen können. Als Hauptwirkungsbestandteil wurde das Epigallocatechin (EGCG) vermutet.
Deutsche Wissenschafter haben 15 Studien genauer unter die Lupe genommen und dabei zwei weitere Heilpflanzen gegen rheumatoide Arthritis identifiziert, den Ingwer und die Hagebutte (5). Der Ingwer ist eine in der chinesischen Medizin seit Jahrtausenden etablierte Heilwurzel und findet in China und Japan schon seit jeher Verwendung bei der Behandlung von rheumatischen Erkrankungen. Die Wirkung der Hagebutte konnte indes durch eine Forschungsgruppe aus Kopenhagen in Dänemark bestätigt werden. In zwei placebokontrollierten Studien mit 94 bzw. 112 Patienten wiesen sie nach, dass sich mit Hagebuttenpulver schon nach 3 Wochen entscheidende Verbesserungen bei Patienten mit rheumatoider Arthritis und Arthrose zeigten (6, 7). Dabei wurden Schmerzen gelindert und die Beweglichkeit verbessert. Die Resultate lassen vermuten, dass sich die volle Wirksamkeit erst nach rund 3 Monaten einstellt, womit die Hagebutte eher bei chronischen Leiden Verwendung finden wird.
Die Natur hält noch ein weiteres hochpotentes Mittel bereit, die Katzenkralle (8, 9, 10). Die Wurzel und Rinde der im tropischen Regenwald beheimateten Pflanze Una de Gato (Katzenkralle, Uncaria tomentosa, Cat's claw) enthält pharmazeutisch hochaktive Substanzen wie Alkaloide, Terpenoide und Flavonoide. In verschiedenen wissenschaftlichen Studien konnte die ihr nachgesagte entzündungshemmende und antioxidative Wirkung und der heilende oder lindernde Einfluss bei Arthritis bestätigt werden.
Zu guter Letzt ist da noch die Brennnessel zu nennen. Eine aus der herkömmlichen Pflanzenmedizin gut bekannte Pflanze mit antirheumatischer Wirkung (11, 12). Als mögliche Wirksubstanz wird eine darin enthaltene Phenolcarbonsäure vermutet.
(1) ARTHRITIS & RHEUMATISM, 41 (1998) 778-799; (2) RHEUMATIC DISEASE CLINICS OF NORTH AMERIKA, 27 (2001) 269-281; (3) ARTHRITIS & RHEUMATISM , 52 (2005), 1009-1019; (4) PROCEEDINGS OF THE NATIONAL ACADEMY OF SCIENCES OF THE UNITED STATED OF AMERICA, 96 (1999) 4524-4529; (5) PHYTOTHERAPY RESEARCH, 21, 7 (2007) 675-683; (6) SCANDINAVIAN JOURNAL OF RHEUMATOLOGY, 34, 4 (2005) 302-308; (7) PHYTOMEDICINE, 11, 5 (2004) 383-391; (8) THE JOURNAL OF RHEUMATOLOGYT, 29 (2002) 678-681; (9) JOURNAL OF ETHNOPHARMACOLOGY, 69 (2000) 115-126 und 81 (2002) 271-276; (10) PHYTOMEDICINE, 7 (2000) 137-143 und 8 (2001) 275-282 und 9 (2002) 325-337; (11) PHYTOMEDICINE, 14, 6 (2007) 423-435; (12) Dietrich Frohne, Heilpflanzenlexikonm Wiss. Verl.-Ges., Stuttgart, 2002
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Jiaogulan: Neue Pflanze mit vielen Eigenschaften
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Jiaogulan (Gynostemma pentaphyllum) ist in eine unter anderem in China, Taiwan und Japan beheimatete Kletterpflanze, welche in der traditionellen chinesischen Medizin (TCM) Verwendung findet. Der Pflanze wird nicht nur eine heilende Wirkung bei Entzündungskrankheiten, Hepatitis und eine Cholesterin senkende Wirkung nachgesagt, sie soll auch ein starkes Antioxidans sein und gegen Arteriosklerose und Krebs helfen (1,2,3). Eine amerikanische Forschungsgruppe führen die Wirkung gegen Krebs und Arteriosklerose auf die Saponine zurück, welches sie aus der Pflanze isolieren konnten (3). Die Wirkung gegen Krebs scheint dabei so ausgeprägt zu sein, dass die Pflanze bereits Eingang in verschiedenste Patente gefunden hat. Überdies konnte nachgewiesen werden, dass Jiaogulan eine positive Wirkung auf Diabetes (Typ 2) ausübt, wobei sich auch dieser Effekt auf die in der Pflanze enthaltenden Saponine zurückführen lässt (2,4).
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Bekämpfung der Karies mit Heilkräutern
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Auslöser, welche zur Bildung von Karies und Parodontose führen, sind in erster Linie Bakterien und deren Abbauprodukte (1). Dabei scheinen vor allem verschiedene Streptokokken Arten (Streptococcus mutans, S. sobrinus, S. cricetus, S. rattus, and S. ferus) an der Ausbildung von Plaque beteiligt zu sein, welche letztendlich zu den Zahn- und Zahnfleischerkrankungen führt. Forscher aus Taiwan (1) haben die Wirkung von 12 verschiedenen Heilkräutern untersucht und dabei festgestellt, dass der Rosmarin über eine ausreichend starke antimikrobielle Wirkung verfügt, um das Wachstum aller untersuchten Streptokokken-Stämme wirksam zu hemmen. Damit kann auch die Ausbildung von Karies wirksam verhindert werden.
(1): T.H. Tsai et al., Food Chemistry 110 (2008) 859–864 (2): A. Norberg et al.,Journal of Biological Chemistry, 279 (2004) 41361–41367. (3): L. Li, Phytotherapy Research 7 (1993) 299-304 (4): V.T. Huyen, Diabetes, 57 (2008) A151
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Warum grüner Tee gegen Krebs hilft
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Epidemiologische Studien weisen seit langem darauf hin, dass das Trinken von grünem Tee bei der Vorbeugung gegen Krebs hilft (1). Dabei werden die im grünen Tee enthaltenen Polyphenole für die positive Wirkung verantwortlich gemacht werden. Bislang wurden verschiedene Theorien postuliert, wie die Polyphenole den menschlichen Körper vor Krebs zu schützen vermögen (1-3), aber keine dieser Theorien ist auf alle Krebsarten anwendbar. Eine Forschungsgruppe aus den USA (4) stellte nun die Vermutung auf, dass die Hemmung eines bestimmten Enzyms, genannt Urokinase, für die Krebsprävention verantwortlich sind. Dieses Enzym wird in Krebszellen in grossen Mengen produziert und könnte ein Angriffspunkt in der Bekämpfung gegen Krebs werden. Obschon sich mit der Theorie von Jankun et al. die Wirkung des grünen Teekrautes auf den Krebs universell beschreiben lässt, hat die Studie doch eine wesentliche experimentelle Schwäche. In der Studie wurden Polyphenol Konzentrationen eingesetzt, welche rund 1000 bis 10'000 mal höher sind, als diese im menschlichen Gewebe nach dem Konsum von Tassen Tee anzutreffen sind (5). Damit stellt sich die Frage, ob sich die in dieser Studie gewonnen Erkenntnisse auf reale Situationen anwenden lassen. Dass die Einnahme von grünem Tee gegen Krebs vorzubeugen hilft, scheint erwiesen, doch wieso ist also immer noch unklar.
(1): C.S. Yang et al., J. Natl. Cancer Inst. 85 (1993) 1038 (2): G.D. Stoner und H. Mukhtar, J. Cell. Biochem. 22 (1995) 169 (3): H. Fujiki et al., Prev. Med. 21 (1992) 503 (4): J. Jankun et al., Nature 387 (1997) 561 (5): C.S. Yang, Nature, 389 (1997) 134
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Phytopharmaka und Sport
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Treibt der Mensch Sport, kriegt er nicht selten Muskelkater, welcher sich mit einer Verzögerung von rund 24h einstellt und zum Teil zu höllischen Schmerzen führt. Gerade übertriebener Sportlerehrgeiz oder lange Bewegungs-Ruhepausen vor dem Sport führen dabei zu der unliebsamen Muskelverletzung. Der Grund für den lähmenden Muskelschmerz beim Muskelkater ist in feinen Rissen der Muskulatur zu suchen, welche durch eine vorgängige Überlastung entstanden sind und zu lokalen Entzündungen und Schwellungen führen.
Ist der Muskelkater erst einmal da, nützen auch Massagen oder Dehnungsübungen nichts, da diese den Muskel zusätzlich irritieren oder gar noch weiter schädigen und so den Heilungsverlauf verzögern. Vielmehr soll man dem Muskel eine Pause gönnen und weitere grössere Belastung vermeiden, damit er richtig ausheilen kann. Vom „Gesund-Trainieren“, das früher noch propagiert wurde, kann hierbei nur abgeraten werden.
Das einfachste Mittel gegen einen Muskelkater ist die Steigerung der Durchblutung der betroffenen Muskelpartie. Dies kann durch Wärmen der Muskeln aber auch durch den Einsatz von durchblutungs-fördernden Naturheilmitteln wie z.B. Lavendelöl, Campher oder Menthol erreicht werden. Ebenso soll das Trinken von Aufgüssen verschiedener Heilpflanzen wie Brennessel, Lavendel, Kamille und Lindenblüte (Muskelverspannungs-Tee, erhältlich bei www.tee-online.ch) helfen, den Muskel zu entspannen und die Heilung zu fördern. Des Weiteren wird vermutet, dass jene Tee-Mixturen, welche erfolgreich bei entzündlichen Erkrankungen wie der rheumatoiden Arthritis eingesetzt werden, auch beim Muskelkater helfen (Tee gegen Rheuma erhältlich bei www.tee-online.ch). Eine Studie (mit allerdings nur 14 männlichen Probanden) hat zudem gezeigt, dass der Saft der Sauerkirsche die Auswirkungen von Muskelkater, wie Schmerz und Muskelschwäche, signifikant zu reduzieren vermag. Als mögliche aktive Inhaltsstoffe werden Antioxidantien vermutet, welche in grosser Anzahl im Saft vorkommen. Nebenbei wird von der Verwendung von entzündungshemmenden Arnikatinkturen eher abgeraten, da diese nicht selten zu Hautreizungen oder gar Kontaktdermatitis führen.
Übrigens muss man den, auch bei Spitzensportlern beobachteten, Leistungseinbruch während der körperlichen Belastung vom Muskelkater unterscheiden. Für diesen Leistungsabfall ist die in den Muskeln entstehende Milchsäure verantwortlich. Diese schwächt den Muskel, da sie diesen übersäuert. Der Grund der Milchsäureproduktion ist in der hohen Belastung der Muskulatur zu suchen. Bei geringer bis mässiger Belastung können Fette und Kohlenhydrate als Brennstoffe für die Energie-Bereitstellung genutzt werden. Bei hoher Belastung müssen die Muskeln auf einen Prozess zurückgreifen, welcher viel Energie in kurzer Zeit bereitstellen kann, bei welchem aber Milchsäure entsteht (siehe Hintergrund). Diese Milchsäureproduktion kann durch eine dem Trainingsstand angemessene Belastung verhindert werden. In verschiedenen Patenten wurden Präparate beschrieben, welche die Milchsäureproduktion im Körper hemmen sollen. Über die Wirksamkeit dieser Präparate (bestehend aus z.B. Lactoferrin (einem Milcheiweiss) oder bestimmten Enzym-Inhibitoren) ist allerdings wenig bekannt.
Hintergrund
Vereinfacht ausgedrückt, kann der menschliche Körper Energie aus der Umsetzung von Fetten sowie Kohlenhydraten herstellen. Je nach Energie, welche pro Zeiteinheit verbraucht wird, kann diese auf unterschiedliche Weise gewonnen werden. Die Verbrennung von Fetten liefert am wenigsten Energie pro Zeit. Die Umsetzung von Zucker mit Sauerstoff (Verbrennung) liefert schon mehr Energie in derselben Zeit, so dass auch mittlere Belastungen ausgeübt werden können. Als Abfallprodukte entsteht dabei nur Kohlendioxid (CO2) und Wasser. Bei noch höherer Belastung, wo also eine grosse Energiemenge in kurzer Zeit produziert werden muss, reicht aber die Sauerstoffzufuhr über die Atmung nicht aus. Der Zucker kann also nicht genügend schnell verbrannt werden. Deswegen muss die Energie dann über einen Mechanismus bereit gestellt werden, welcher ohne Sauerstoff funktioniert. Bei diesem sogenannt anaeroben Prozess, wird allerdings Milchsäure als Abfallprodukt produziert.
Betrachtet man nun einen Läufer, so muss man also zwischen Sprinten (hoher Energieumsatz pro Zeit) und Laufen (z.B. Marathon = mittlerer Energieumsatz pro Zeit) unterscheiden. Ebenfalls wichtig ist die Unterscheidung der zwei verschiedenen Muskelfasern. Muskelfaser Typ 1 ist für langsame Bewegungen zuständig und eignet sich für Dauerbelastungen. In ihr wird Sauerstoff verbraucht, um die Energie für die Bewegung zu liefern. Fasertyp 2 ist für sehr schnelle Bewegungen zuständig (bis 10x schneller als Typ 1). Typ 2 Muskeln brauchen keinen Sauerstoff, um die in den Körperreserven gespeicherte Energie in Bewegungsenergie umzusetzen. Ein Marathonläufer hat übrigens rund 80% Typ 1 Muskeln, ein untrainierter Mensch oder ein Gewichtheber hingegen rund 50% und ein Sprinter nur rund 20 %.
Die verschiedenen intermuskulären Vorgänge beim Sprinten bzw. Laufen können zusammenfassend wie folgt beschrieben werden:
Intermuskuläre Vorgänge beim Sprinten 100m
Ein wenig vereinfacht ausgedrückt, greifen die Muskeln während der körperlichen Belastung zunächst auf „Kurzzeitspeicher“ zurück. Nach 1-2 Sekunden ist der erste Speicher (genannt ATP) in den Muskeln aufgebraucht, nach rund 60 Meter auch der zweite Speicher (genannt Kreatinphosphat). Nun stellt der Körper die Energie für die Bewegung über den oben beschriebenen anaeroben Prozess her, welcher keinen Sauerstoff verbraucht dafür aber Milchsäure produziert. Diese Milchsäure verursacht eine Muskelschwäche und muss später wieder abgebaut werden 1). Dieser Abbau geschieht in der Leber und verbraucht Sauerstoff. Betrachtet man sich einen 100m Läufer, kann dies beobachtet werden. Leichtfüssig kommt er ins Ziel, wo er anschliessend während mehreren Minuten schwer atmet. 1): Nach rund 30 Minuten ist erst rund die Hälfte der entstandenen Milchsäure abgebaut (nach 1h also rund 75%), so dass ein erneuter Start mit voller Leistung erst nach einigen Stunden erfolgen könnte.
Intermuskuläre Vorgänge beim Sprinten 200 bis 400m
Auch hier geschieht zu Beginn natürlich dasselbe wie beim 100m Lauf. Ab ca. 150m beginnt aber die entstehende Milchsäure den Muskel zu schwächen. Die Geschwindigkeit nimmt ab und der Lauf wird zunehmend körperlich anstrengend. Nach 300m droht dem Körper eine starke Übersäuerung. Als Gegenmassnahme beginnt dieser daher die Bewegungsenergie über einen dritten Mechanismus zur Verfügung zu stellen, welcher wieder Sauerstoff verbraucht und keine Säure mehr produziert, dafür aber weniger schnell ist. Da weniger Energie pro Zeit zur Verfügung gestellt werden kann, werden die Läufer langsamer.
Intermuskuläre Vorgänge beim Marathon
Der Körper stellt bis rund 35 km den Grossteil der Bewegungsenergie zur Verfügung, indem er Zucker verbrennt. Einen Teil der Energie bezieht er bereits aus dem Fettabbau. Der Sinn des Marathon-Trainings besteht übrigens unter anderem darin, den Körper dahingehend zu trainieren, in dieser Phase möglichst viel Fett dafür aber weniger Zucker zu verbrennen. Nach rund 35 km sind die Zuckerreserven des trainierten Marathon Läufers leer und der Körper muss die gesamte Energie aus der Verbrennung von Körperfett gewinnen. Dieser Umstieg ist selbst für trainierte Läufer nicht problemlos und wird gemeinhin als „die Wand“ bezeichnet. Untrainierte Menschen durchlaufen diese Phase natürlich wesentlich früher als trainierte.
Vergleicht man die Vorgänge beim Sprinten mit dem Marathon wird übrigens etwas klar: Läuft ein untrainierter Mensch einen Marathon, so ist es möglich, dass sein Körper (ohne vom Läufer bemerkt zu werden) seine Energie statt aus der Zucker-Verbrennung bereits aus dem schnelleren (Milchsäure produzierenden) Mechanismus bezieht, weil der Läufer ungeachtet seines Trainingsstandes zu schnell läuft. Sein Körper ist also nicht in der Lage, die benötigte Bewegungsenergie rein über die Zuckerverbrennung zu liefern. Ist die Milchsäureproduktion mal zugeschaltet, ist der Marathon für ihn zu Ende. Die Milchsäure wird nach einiger Zeit seine Muskeln so schwächen, dass er aufgeben muss.
D. Frohne, Heilpflanzenlexikon, 2002, Wiss. Verl. Ges., Stuttgart A. Chevallier, Das grosse Lexikon der Heilpflanzen, 2001, Dorling Kindersley, London K. Roth, Chemie unserer Zeit 42 (2008) 270-280 D.A.J. Connolly et al., British Journal of Sport Medicine 40, 8 (2006) 679-683
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Der Bambus mehr als eine Nutzpflanze
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Der Bambus ist wohl eine der wichtigsten Pflanzen in Asien, werden daraus doch Gerüste, Flösse, Möbel und verschiedenste andere Dinge hergestellt. Obschon aber verschiedene Teile der Pflanze auch in der indischen und chinesischen Kräutermedizin benutzt werden, sind in der Fachliteratur nur wenige wissenschaftliche Untersuchungen zu finden, welche deren Wirkung belegen. Das Bambusblatt wird in der indischen und ayurvedischen Heilkunde, wegen ihrer krampflösenden Wirkung, gegen Periodenschmerzen eingesetzt. Ebenso werden die Blätter als magenstärkendes Mittel und bei Entzündungen verschiedener Art eingesetzt. Letztere Wirkung konnte von indischen Wissenschafter des pharmakologischen Institutes der Deemed Universität in Indien im Tierversuch bestätigt werden. Besonders interessant hierbei ist, dass die Resultate der Forscher klar zeigten, dass das Bambustee-Extrakt gleichzeitig ein effektiver Entzündungshemmer und ein potenter Wirkstoff gegen chronische Magengeschwüre darstellt. Dies ist deswegen von herausragender Bedeutung, da bei der Behandlung von chronischen entzündlichen Erkrankungen - wie der rheumatischen Arthritis oder dem chronischen bronchialem Asthma - mit herkömmlichen Entzündungshemmern stets mit der Entstehung eines Magengeschwüres zu rechnen ist. Wird ein herkömmlicher Entzündungshemmer hingegen in Kombination mit einem Bambustee-Extrakt angewandt, so kommt es nicht nur zu einer Wirkungssteigerung des herkömmlichen Medikamentes sondern auch das Risiko der Ausbildung eines Magengeschwüres wird deutlich herabgesetzt.
M. Muniappan and T. Sundararaj, Journal of Ethnopharmacology 88 (2003) 161–167
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Grüner Tee gegen Sepsis
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Seit einigen Jahrzehnten ist bekannt, dass der grüne Tee eine hochpotente Heilpflanze ist. So soll der grüne Tee bei Krebs, Diabetes, Immunschwäche usw. helfen. Wie die Inhaltstoffe genau wirken, ist dabei meist unklar, es besteht aber ein allgemeiner Konsens darüber, dass für die positive Wirkung vor allem das Epigallocatechin-3-Gallat (EGCG) verantwortlich ist.
Eine neuere Studie amerikanischer Wissenschaftler hat nun enthüllt, dass EGCG vermutlich in der Lage ist, den menschlichen Körper vor Sepsis zu schützen. Als Sepsis (Blutvergiftung) wird ein Zustand bezeichnet, in welchem der menschliche Organismus gegen einen Erreger (Bakterien) und dessen Produkte (Toxine) kämpft. Die Sepsis ist als eine sehr schwere Erkrankung mit schlechter Prognose zu werten, an welcher rund 30-50 % der Erkrankten sterben. Bei einer Dosis von 10mg EGCG/kg Körpergewicht, was auf den Menschen bezogen dem Konsum von rund 10 Tassen Tee entspricht, wurde die Sterblichkeit stark verringert. Darüber hinaus zeigte sich eine positive Wirkung beim mit der Sepsis oft einher gehenden massive Blutdruckabfall. Als Ursache für die Wirkung wurde postuliert, dass das EGCG die Gen Expression von körpereigenen Entzündungsmediatoren verhindert. Als Entzündungsmediatoren werden Stoffe bezeichnet, die eine Entzündungsreaktion des Körpers einleiten oder aufrechterhalten.
D.S. Wheeler et al., SHOCK 28 (2007) 353-359Im Jahre 2007 gingen in den USA rund 1/3 aller Krebsdiagnosen beim Mann auf das Konto des Prostata Krebses. Damit hat diese Krankheit bei Männern über 85 Jahre sogar Herzkreislauferkrankungen als Todesursache Nr.1 verdrängt. Gemäss der American Cancer Society liegt die Wahrscheinlichkeit, eines in den USA lebenden Mannes innerhalb seiner Lebenszeit an Prostatakrebs zu erkranken, bei rund 15% und daran zu sterben bei rund 3%. Interessanterweise sind dabei Rassenunterschiede festzustellen: Für Schwarz-Amerikaner ist das Risiko am grössten, daran zu erkranken, gefolgt von den Weissen und Lateinamerikanern. Für asiatisch stämmige Amerikaner ist das Risiko am kleinsten.
Des Weiteren lassen sich grosse geographische Variationen feststellen. So sind Männer im Norden der USA und von Europa stärker betroffen als solche in mediterranen Regionen. Für in Asien lebende Männer ist das Risiko am kleinsten, wofür ernährungsbedingte Faktoren verantwortlich gemacht werden. Letzteres ist daran zu erkennen, dass das Erkrankungs-Risiko für asiatische Emigranten, einmal aus Asien weggezogen, signifikant ansteigt. Als ernährungsbedingte Faktoren, welche vor Prostata Krebs zu schützen vermögen, werden hierbei der Konsum von Selen, Vitamin E, Lycopin (Farbstoff der Tomate), Isoflavonoiden (Pflanzenfarbstoffe, welche z.B. in Soja oder Kichererbsen enthalten sind) und grünem Tee vermutet.
Verschiedene epidemiologische Studien lassen erkennen, dass der Grüntee in der Tat ein wirksames Naturheilmittel ist. Dessen Wirkung wird auf die darin enthaltenen Polyphenole, im speziellen auf das Epigallocatechin-3-Gallat (EGCG) zurückgeführt. Das genaue Wirkprinzip ist nicht bekannt. Es wird aber vermutet, dass der grüne Tee über verschiedene Wege die Entstehung von Prostata Krebs verhindert. Beispielsweise wird durch die Polyphenole die Apoptose (der Zelltod) von Krebszellen eingeleitet. Des weiteren behindert EGCG die Zellteilung sowie das Zellwachstum von Krebszellen und erschwert dadurch die Bildung von Metastasen. Verschiedene Studien lassen jedoch die ernüchternde Erkenntnis zu, dass der Grüntee vor allem zur Krebsprophylaxe taugt, aber weniger zur Behandlung eines bereits manifestierten Krebses.
D.N. Syed et al., Cancer Letters 265 (2008) 167-176 V.M. Adhami et al., Annual Meeting of the American Association for Cancer Research, San Diego, USA, 2008 American Cancer Society: www.cancer.org
Krebsvorsorge durch Ernährung, Vitamine und dem grünen Tee EinführungKrebserkrankungen stellen nach den Herz-Kreislauferkrankungen in der Schweiz die zweithäufigste Todesursache dar. Die mit Abstand am häufigste Krebstodesursache (bei beiden Geschlechtern ca. 30% aller Krebstoten zwischen dem 45. und 64. Lebensjahr) ist bei schweizer Männer der Lungenkrebs und der Brustkrebs unter den Frauen…..
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Schwermetall- Vergiftung / Entgiftung Schwermetalle und deren Verbindungen spielen eine wichtige Rolle als Gifte, die verschiedene Schäden am Körper anrichten können. Bemerkenswert ist die Fähigkeit der Schwermetalle, Körper-Depots auszubilden, aus welchen sie auch bei Unterbrechung der Zufuhr noch über Monate abgegeben werden. Die drei im europäischen Raum hinsichtlich einer toxischen Wirkung wichtigsten Schwermetalle sind das Quecksilber, Cadmium und Blei, welche alle vornehmlich über die Nahrung oder das Trinkwasser aufgenommen werden. In Bezug auf die Aufnahme über Teekräuter fehlen systematische Untersuchungen, diese ist aber vermutlich zu vernachlässigen. Vereinzelt durchgeführte Messkampagnen zeigten relativ niedrige Gehalte in Teekräuter von weniger als 20 µg Blei und 1 µg Cadmium pro Kilogramm Trockensubstanz. Aufgrund der geringen Löslichkeit der Schwermetalle dürfte davon nur ein kleiner Teil davon in den Aufguss übergehen. Über Quecksilbergehalte in Teekräuter wurden keine verlässlichen Daten gefunden, lediglich die Konzentration in Aufgüsse einiger Grüntees wurde gemessen, wobei kein Quecksilber nachgewiesen werden konnte.
Betrachtet man sich die Aufnahme von Quecksilber über verschiedene Nahrungsprodukte genauer, so ist klar, dass der Verzehr von Fisch eine wichtige oder gar entscheidende Rolle spielt. Verschiedene Messkampagnen zeigen, dass ein erheblicher Anteil der Proben fettreicher Fische (Rotbarsch, Thun-, Hai-, Schwertfisch etc.) zwischen 1 und 5 mg/kg Methylquecksilber enthalten, und eine Konzentration von 0.1 mg/kg selten unterschritten wird (1 mg entspricht 1000 µg). Geht man von einer mittleren Quecksilberbelastung von rund 0.5 mg/kg und einer verzehrten Fischmenge von 400g pro Woche aus, nimmt man also in einer Woche rund 200 µg Quecksilber nur über Fischprodukte auf. Übrigens: Je fettreicher ein Fisch, je höher in der Nahrungskette angesiedelt und je älter er ist, desto stärker ist die Anreicherung mit Methylquecksilber. Insbesondere Blauflossentunfisch, Weißer Tunfisch, Schwertfisch, Hai, Hecht, Heilbut und Merlin sollten daher gemieden werden. Lachs enthält meist wenig Quecksilber.Die Bedeutung der Amalgam-Füllung für eine chronische Quecksilber-Belastung wird immer noch stark diskutiert, ohne dass ein entsprechender Zusammenhang zweifelsfrei hergestellt werden konnte. Hierbei ist zu bedenken, dass zwar eine Zahnplombe zu rund 50% aus Quecksilber besteht, diese jedoch auch während Jahrzehnten nur einen kleinen Teil davon abgibt. Zudem ist das so aufgenommene Quecksilber wesentlich weniger toxisch und wird schneller aus den Körper ausgeschieden als organisches Quecksilber (wie z.B. das Methylquecksilber). Laut WHO ist bei einem Körpergewicht von 80 kg eine tägliche Aufnahme von rund 60 µg tolerierbar; die durchschnittliche Aufnahme bei nichtbelasteter Nahrung beträgt rund 10 µg pro Tag und Mensch. Allerdings scheint die WHO Empfehlung generell zu hoch. Gemäss den strengen Vorgaben des amerikanischen National Research Council darf eine 80 kg schwere Person pro Woche maximal 60 µg aufnehmen. Die Einnahme von Selen kann die toxischen Eigenschaften von Quecksilber mindern.
Cadmium kann sich in Pilzen, Muscheln, Tintenfischen, Algen, Seetang, Kartoffeln, Spinat, Weizen, Lauch, Knollensellerie oder Karotten stark anreichern. Auch in Dosen-Ananas wurde Cadmium in Dosen über 0.05 mg/kg nachgewiesen. Fisch enthält in der Regel wenig oder nicht nachweisbare Mengen Cadmium. Laut einer in den 80er Jahren durchgeführten Schätzung beträgt die durchschnittliche Aufnahme in der Schweiz bei nichtbelasteter Nahrung rund 12 µg pro Tag und Mensch. Durch den zum Teil hohen Cadmiumgehalt von Tabakpflanzen sind Raucher übrigens eher von einer chronischen Vergiftung betroffen als Nichtraucher. Laut WHO ist bei einem Körpergewicht von 80 kg eine tägliche Aufnahme von rund 80 µg tolerierbar. Bei einem Mangel an Eisen, Selen, Calcium und Zink ist die Cadmiumadsorption erhöht.
Blei ist zwar ein weitverbreitetes Umweltgift, dessen Bedeutung hat jedoch seit dem Verbot von bleihaltigen Antiklopfmitteln und Bleifarben und dem Ersatz von Wasserleitungen aus Blei durch solche aus Kunststoff nachgelassen. Laut einer in den 80er Jahren durchgeführten Schätzung beträgt die durchschnittliche Aufnahme in der Schweiz bei nichtbelasteter Nahrung rund 25 µg pro Tag und Mensch. Laut WHO ist bei einem Körpergewicht von 80 kg eine tägliche Aufnahme von rund 0.6 mg (600 µg) tolerierbar. Die Aufnahme von über 1mg/Tag über längere Zeit kann bereits zu einer schleichenden Vergiftung führen. Bei einem Mangel an Eisen, Zink, Calcium und Vitamin D ist die Bleiadsorption erhöht.
Symptome einer Schwermetallvergiftung Die Symptome einer chronischen Schwermetallvergiftung scheinen in der Regel nur wenig charakteristisch zu sein. Körperliche Symptome können sein:Entzündungen im MundbereichMuskelzittern, MuskelkrämpfeErhöhte Herzinfarkt-Anfälligkeit (Quecksilber)AugenflimmernKopfschmerzenMüdigkeitVerstopfungVerzögerte geistige Entwicklung beim Kind (Blei)Hörstörungen, Ohrensausen (Quecksilber) Diagnostik Ein Uringehalt von deutlich über 0.1mg/L kann auf eine Bleivergiftung hindeuten. Für nicht belastete Personen wird in Europa in der Regel ein Blut-Quecksilbergehalt von unter 5µg/L gefunden, ab rund 200 µg/L wird von einer Vergiftung ausgegangen. Eine Blutanalyse deckt eine Belastung mit Quecksilber; Cadmium und Blei unter Umständen nicht auf, eine einfache Haaranalyse jedoch in der Regel schon (die Ortho Analytic AG in Rapperswil –www.orthoanalytic.ch – bietet übrigens solche Haaranalysen für rund 190.— CHF an). Eine alternative Methode zur Erfassung einer Belastung ist die Urinanalyse nach einer Verabreichung eines Präparats wie DMPA (Dimercaptopropansulfonsäure) oder EDTA. Als Vergleichsprobe wird zusätzlich eine Urinprobe ohne den Einfluss von Komplexbildnern gemessen. Erhöhte Urinkonzentrationen in der ersteren Urinprobe weisen dann auf eine Belastung hin.
Therapie/Entgiftung des Körpers Zur Entgiftung kann die hohe Affinität der Schwermetalle zum Element Schwefel ausgenutzt werden. Verschiedene Tierexperimente lassen erkennen, dass die Ausleitung von Quecksilber aus dem Körper z.B. durch Verabreichung des schwefelhaltigen Präparats N-Acetyl-Cystein gelingt. Dieses Präparat ist billig, gut verträglich und leicht verfügbar. Durch den hohen Gehalt der zwei schwefelhaltigen Aminosäuren Glutathion und Cystein wirkt Gerstengrass ebenfalls entgiftend. Auch Knoblauchpräparate und Kohl wirken entgiftend. Die zusätzliche Einnahme von Vitamin C (bis zu 3g/Tag) kann bei der Ausleitung helfen, die Einnahme von Calcium hilft bei der Ausscheidung von Blei und Cadmium. Da die gebildeten Schwermetallverbindungen über die Niere ausgeschieden werden, kann die Entgiftung durch harntreibende Teemischungen (z.B. Blasen-Nierentee von www.tee-online.ch) zusätzlich unterstützt werden. Die Ausleitung von Cadmium wird allerdings als schwierig betrachtet, die üblichen Medikamente haben sich hierfür nicht bewährt. Sie gelang jedoch im Tierversuch mit 2,3-Dimercapto-Bernsteinsäure (DMSA). In Arztpraxen finden auch sogenannte Chelatbildner Verwendung wie Ca-edetat, Ca-pentetat oder Penicillamin (bindet die Schwermetalle sowohl ausserhalb als auch innerhalb der Körperzellen).
Literatur Jürgen K. Juchheim, Haaranalyse, Mineralstoffe und Ernährung, Karl. F. Haug Verlag, Heidelberg, 1991 EM. Sunderland, Environmental Health Perspectives, 115 (2007) 235-242 EM. Sunderland und RP Mason, Global Biochemical Cycles, 21 (2007) H. Lüllmann, K. Mohr, M. Wehling, Pharmakologie und Toxikologie, Georg Thieme Verlag, Stuttgart, 2003 JA. Tal et al., Weed Research, 35 (1995) 133-139 L. Jung-Hak und J. Lee, Patent KR2009102928-A, Food composition for use in health food for heavy metal detoxification M. Blanusa et al., Pharmacology & Toxicology, 87 (2000) 179-181 S. Yoneda und KT. Suzuki, Toxicology and Applied Pharmacology, 143 (1997) 274-280 S. Trumpler et al, Analytical and Bioanalytical Chemistry, 395 (2009) 1929-1935 DA. Aremu et al., Environmental Health Perspectives, 16 (2008) 26-31 N. Ballatori et al., Environmental Health Perspectives, 106 (1998) 267-271 N. Ballatori et al., American Journal of Pathology, 152 (1998) 1049-1055 HV. Aposhian, Toxicology, 97 (1995) 23-38 S. Mohsenzadeh et al., Experimental and Clinical Sciences, International Online Journal for Advances in Sciences, 8 (2009) 190-194 http://www.kantonslabor-bs.ch/files/UniElementeScriptHerbst2007DefKopie.pdf Bericht zur Lebensmittelsicherheit 2006, Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit http://marktcheck.greenpeace.at/3596.html?&no_cache=1 saldo | 01.09.2004, Gift im Fisch - die unterschätzte GefahrGerste, mehr als nur ein Futtermittel oder eine Malzquelle Das Gerstengrass scheint ein in der europäischen Pflanzenheilkunde eher unterschätztes Heilmittel zu sein. Gerstengras enthält viele gesunde Inhaltsstoffe wie verschiedene Polysaccharide (die sogenannten Beta-Glucane), zahlreiche Mineralstoffe, Vitamin B und E, bislang wenig bekannte Antioxidantien, Isoflavonoide (Pflanzenfarbstoffe) und schwefelhaltige Aminosäuren.
Den Polysacchariden wird eine schützende Wirkung gegen radioaktive Strahlung nachgesagt, was die Gerste z.B. für strahlenexponierte Personen (Strahlenbehandlung etc.) interessant macht. Zusätzlich zeigte sich, dass die Polysaccharide auch eine cholesterinsenkende Wirkung besitzen. Als Wirkmechanismus wird hierbei vermutet, dass die Polysaccharide die Absorption von Cholesterin im Darm bzw. dessen Synthese in der Leber vermindert. Wie eine chinesische Studie zudem erkennen liess, sollen die in der Gerste enthaltenen Isoflavonoide zusätzlich gegen Arteriosklerose schützen.
Die in der Gerste enthaltenen, schwefelhaltigen Aminosäuren Glutathion und Cystein wiederum unterstützen den Köper in der Entgiftung von Schwermetallen wie Quecksilber, Blei oder Cadmium.
JA. Tal et al., Weed Research, 35 (1995) 133-139 M. Rodanelli et al., Minerva Medica, 100 (2009) 237-245 T. Miyake et al., Abstracts of Papers of the American Chemical Society, 213 (1997) 139 T. Osawa et al., Journal of Agriculture and Food Chemistry, 40 (1992) 1135-1138 A. Chevallier, Das grosse Lexikon der Heilpflanzen, Dorling Kindersley, London, 1996 L. Jung-Hak und J. Lee, Patent KR2009102928-A, Food composition for use in health food for heavy metal detoxification
Hibiskus senkt Risiko für koronare Herzerkrankungen Das sogenannte metabolische Syndrom (MeSy) wird heute als der entscheidende Risikofaktor für koronare Herzerkrankungen betracht. Als koronare Herzerkrankung wird eine Durchblutungsstörung der Herzkranzgefäße bezeichnet, welche den Herzmuskel kranzförmig umgeben und ihn mit Sauerstoff versorgen. Dies kann zum Herzinfarkt und plötzlichen Herztod führen. MeSy wird durch eine Kombination von wenigstens drei der folgenden Faktoren charakterisiert: Fettleibigkeit (im Bauchbereich), Bluthochdruck, hohe Bluttfettwerte, niedriger HDL-Wert (high density Lipoprotein oder das „gute“ Cholesterin) und erhöhte Nüchternblutzuckerwerte. Das amerikanischen Gesundheitsinstitut National Heart Lung and Blood Institute empfiehlt MeSy Patienten auf eine angemessene Ernährungsweise (Diät) und genügend Bewegung zu achten und auf eine medikamentöse Behandlung zu verzichten. Hier bietet sich die Phytotherapie aber als nebenwirkungsarme Alternative an.
Es hat sich nämlich gezeigt, dass durch den Konsum von Hibiskus-Tee gleich mehrere der MeSy-Risikofaktoren günstig beeinflusst werden können. Verschiedene Studien schreiben dem Hibiskus unter anderem eine Blutdruck1,2,3 und Blutfett4 senkende Wirkung zu. Kürzlich erschienene Resultate mexikanischer Wissenschafter5 lassen gar noch weitere gesundheitsfördernde Effekte vermuten. Die Forscher haben die Wirkung des Kräutertees im Vergleich und in Kombination mit einer üblichen Blutdruck-Cholesterin-Diät untersucht. MeSy-Patienten und eine Gruppe von gesunden Personen (Kontrollgruppe) wurden dabei in drei Untergruppen eingeteilt: Gruppe 1 ernährte sich nach der Diät, Gruppe 2 konsumierte eine kleine Menge Hibiskus-Extrakt (gewonnen aus 0.8g Hibiskusblüten) und Gruppe 3 kombinierte Diät und Hibiskus-Einnahme. Der Effekt nach 4 Wochen: Die regelmäßige Einnahme von Hibiskus-Extrakt in Verbindung mit der Diät ließ den systolischen Blutdruck im Schnitt um rund 7.6 mm Hg sinken, der diastolische sank gar um rund 9.7 mm Hg. Bei der Untergruppe 1 und 2 und bei der Kontrollgruppe hingegen liess sich keine signifikante blutdrucksenkende Wirkung feststellen. Interessanterweise pendelte sich bei allen MeSy Patienten der HDL-Wert auf ungefähr dem Niveau der Kontrollgruppe ein, was vermuten lässt, dass der Hibiskus-Konsum den Cholesterinspiegel ähnlich günstig wie eine Diät zu beeinflussen vermag. Die Blutzuckerwerte sanken bei MeSy Patienten als auch bei der Kontrollgruppe signifikant nach der Einnahme des Hibiskus und noch stärker in Kombination mit der Diät. Auch beim Blutfettwert gab es einen Unterschied zugunsten des Hibiskus. Als wirksame Bestandteile werden unter anderem die im Hibiskus enthaltenen Flavonoide − Pflanzenfarbstoffe − und die Hibiscus-Protocatechusäure vermutet.
1 A. Herrera-Arellano et al. Phytomedicine, 11 (2004) 375-382 2 A. Herrera-Areallano et al., Planta Med. 73 (2007) 6-12 3 M. Haji-Faraji et al., J. Etho-pharmacol 65 (1999) 231-236 4 CC. Chen et al, J.Agric. Food Chem., 84 (2004) 1989-1996. 5 C.M. Gurrola-Diaz et al., Phytomedicine 17 (2010) 500-505 Newsletter-Spezial über das Thema Grüntee
Der Effekt von Tee auf die Eisenabsorption Eisen ist ein essentielles Spurenelement für den Menschen und ist vor allem für die Blutbildung wichtig. Vor allem Frauen leiden häufig an Eisenmangel und nehmen daher auch zum Teil Eisenpräparate zu sich. Da grüner Tee nachweislich die Absorption von Eisen verhindert, sollten entsprechende Präparate nicht zusammen mit grünem Tee zu sich genommen werden. Hervorzuheben ist hierbei, dass der Rooibusch-Tee die Eisenabsorption nicht verhindert, und deshalb ohne weiteres auch mit solchen Präparaten getrunken werden darf.
S. Afr. Med. J., 55 (1979) 632-632
Hilfe bei rheumatischen Beschwerden Die Arthrose ist eine Erkrankung der Gelenke und gehört zu der Gruppe der rheumatischen Erkrankungen, wovon in Amerika mehr als 43 Millionen Menschen betroffen sind (1). Die rheumatoide Arthritis stellt die verbreiteste Form der oft sehr schmerzhaften Erkrankungen der Gelenke dar (1,2). Auch in Europa leiden mehrere Millionen Menschen an dieser Erkrankung und es wird geschätzt, dass rund 1% der gesamten Weltbevölkerung davon betroffen ist, wobei sie sich bei Frauen öfters manifestiert als bei Männern. Konventionell wird eine rheumatische Erkrankung mit einer Kombination von Schmerzmittel und Entzündungshemmern behandelt, was aber mit den üblichen Nebenwirkungen wie z.B. Magenbeschwerden verbunden ist (3). Hier bietet die Phytomedizin einer echte Alternative, da ihre Bestandteile wesentlich besser verträglich sind und der traditionellen Therapie sogar überlegen sein können.
Unter anderem hilft der grüne Tee gegen rheumatische Erkrankungen (4). Dabei wurde festgestellt, dass die Polyphenole die Entzündung des Gelenkes bremsen und auf diese Weise Linderung verschaffen können. Als Hauptwirkungsbestandteil wird das Epigallocatechin (EGCG) vermutet.
Deutsche Wissenschafter haben 15 Studien genauer unter die Lupe genommen und dabei zwei weitere Heilpflanzen gegen rheumatoide Arthritis identifiziert, den Ingwer und die Hagebutte (5). Der Ingwer ist eine in der chinesischen Medizin seit Jahrtausenden etablierte Heilwurzel und findet in China und Japan schon seit jeher Verwendung bei der Behandlung von rheumatischen Erkrankungen. Die Wirkung der Hagebutte konnte indes durch eine Forschungsgruppe aus Kopenhagen in Dänemark bestätigt werden. In zwei placebokontrollierten Studien mit 94 bzw. 112 Patienten wiesen sie nach, dass sich mit Hagebuttenpulver schon nach 3 Wochen entscheidende Verbesserungen bei Patienten mit rheumatoider Arthritis und Arthrose zeigten (6, 7). Dabei wurden Schmerzen gelindert und die Beweglichkeit verbessert. Die Resultate lassen vermuten, dass sich die volle Wirksamkeit erst nach rund 3 Monaten einstellt, womit die Hagebutte eher bei chronischen Leiden Verwendung finden wird.
Die Natur hält noch ein weiteres hochpotentes Mittel bereit, die Katzenkralle oder Una de Gato (8, 9, 10). Die Wurzel und Rinde der im tropischen Regenwald beheimateten Pflanze Una de Gato (Katzenkralle, Uncaria tomentosa, Cat's claw) enthält pharmazeutisch hochaktive Substanzen wie Alkaloide, Terpenoide und Flavonoide. In verschiedenen wissenschaftlichen Studien konnte die ihr nachgesagte entzündungshemmende und antioxidative Wirkung und der heilende oder lindernde Einfluss bei Arthritis bestätigt werden.
Zu guter Letzt ist da noch die Brennnessel zu nennen. Eine aus der herkömmlichen Pflanzenmedizin gut bekannte Pflanze mit antirheumatischer Wirkung (11, 12). Als mögliche Wirksubstanz wird eine darin enthaltene Phenolcarbonsäure vermutet.
(1) ARTHRITIS & RHEUMATISM, 41 (1998) 778-799; (2) RHEUMATIC DISEASE CLINICS OF NORTH AMERIKA, 27 (2001) 269-281; (3) ARTHRITIS & RHEUMATISM , 52 (2005), 1009-1019; (4) PROCEEDINGS OF THE NATIONAL ACADEMY OF SCIENCES OF THE UNITED STATED OF AMERICA, 96 (1999) 4524-4529; (5) PHYTOTHERAPY RESEARCH, 21, 7 (2007) 675-683; (6) SCANDINAVIAN JOURNAL OF RHEUMATOLOGY, 34, 4 (2005) 302-308; (7) PHYTOMEDICINE, 11, 5 (2004) 383-391; (8) THE JOURNAL OF RHEUMATOLOGYT, 29 (2002) 678-681; (9) JOURNAL OF ETHNOPHARMACOLOGY, 69 (2000) 115-126 und 81 (2002) 271-276; (10) PHYTOMEDICINE, 7 (2000) 137-143 und 8 (2001) 275-282 und 9 (2002) 325-337; (11) PHYTOMEDICINE, 14, 6 (2007) 423-435; (12) Dietrich Frohne, Heilpflanzenlexikon Wiss. Verl.-Ges., Stuttgart, 2002
Grüner Tee gegen Sepsis Seit einigen Jahrzehnten ist bekannt, dass der grüne Tee eine hochpotente Heilpflanze ist. So soll der grüne Tee bei Krebs, Diabetes, Immunschwäche usw. helfen. Wie die Inhaltstoffe genau wirken, ist dabei meist unklar, es besteht aber ein allgemeiner Konsens darüber, dass für die positive Wirkung vor allem das Epigallocatechin-3-Gallat (EGCG) verantwortlich ist.
Eine neuere Studie amerikanischer Wissenschaftler hat nun enthüllt, dass EGCG vermutlich in der Lage ist, den menschlichen Körper vor Sepsis zu schützen. Als Sepsis(Blutvergiftung) wird ein Zustand bezeichnet, in welchem der menschliche Organismus gegen einen Erreger (Bakterien) und dessen Produkte (Toxine) kämpft. Die Sepsis ist als eine sehr schwere Erkrankung mit schlechter Prognose zu werten, an welcher rund 30-50 % der Erkrankten sterben. Bei einer Dosis von 10mg EGCG/kg Körpergewicht, was auf den Menschen bezogen dem Konsum von rund 10 Tassen Tee entspricht, wurde die Sterblichkeit stark verringert. Darüber hinaus zeigte sich eine positive Wirkung beim mit der Sepsis oft einher gehenden massiven Blutdruckabfall. Als Ursache für die Wirkung wurde postuliert, dass das EGCG die Gen Expression von körpereigenen Entzündungsmediatoren verhindert. Als Entzündungsmediatoren werden Stoffe bezeichnet, die eine Entzündungsreaktion des Körpers einleiten oder aufrechterhalten.
D.S. Wheeler et al., SHOCK 28 (2007) 353-359
Grüntee als Prophylaxe gegen Prostata Krebs Im Jahre 2007 gingen in den USA rund 1/3 aller Krebsdiagnosen beim Mann auf das Konto des Prostata Krebses. Damit hat diese Krankheit bei Männern über 85 Jahre sogar Herzkreislauferkrankungen als Todesursache Nr.1 verdrängt. Gemäss der American Cancer Society liegt die Wahrscheinlichkeit, eines in den USA lebenden Mannes innerhalb seiner Lebenszeit an Prostatakrebs zu erkranken, bei rund 15% und daran zu sterben bei rund 3%. Interessanterweise sind dabei Rassenunterschiede festzustellen: Für Schwarz-Amerikaner ist das Risiko am grössten, daran zu erkranken, gefolgt von den Weissen und Lateinamerikanern. Für asiatisch stämmige Amerikaner ist das Risiko am kleinsten. Des weiteren lassen sich grosse geographische Variationen feststellen. So sind Männer im Norden der USA und von Europa stärker betroffen als solche in mediterranen Regionen. Für in Asien lebende Männer ist das Risiko am kleinsten, wofür ernährungsbedingte Faktoren verantwortlich gemacht werden. Letzteres ist daran zu erkennen, dass das Erkrankungs-Risiko für asiatische Emigranten, einmal aus Asien weggezogen, signifikant ansteigt. Als ernährungsbedingte Faktoren, welche vor Prostata Krebs zu schützen vermögen, werden hierbei der Konsum von Selen, Vitamin E, Lycopin (Farbstoff der Tomate), Isoflavonoiden (Pflanzenfarbstoffe, welche z.B. in Soja oder Kichererbsen enthalten sind) und grünem Tee vermutet. Verschiedene epidemiologische Studien lassen erkennen, dass der Grüntee in der Tat ein wirksames Naturheilmittel ist. Dessen Wirkung wird auf die darin enthaltenen Polyphenole, im speziellen auf das Epigallocatechin-3-Gallat (EGCG) zurückgeführt. Das genaue Wirkprinzip ist nicht bekannt. Es wird aber vermutet, dass der grüne Tee über verschiedene Wege die Entstehung von Prostata Krebs verhindert. Beispielsweise wird durch die Polyphenole die Apoptose (der Zelltod) von Krebszellen eingeleitet. Des weiteren behindert EGCG die Zellteilung sowie das Zellwachstum von Krebszellen und erschwert dadurch die Bildung von Metastasen. Verschiedene Studien lassen jedoch die ernüchternde Erkenntnis zu, dass der Grüntee vor allem zur Krebsprophylaxe taugt, aber weniger zur Behandlung eines bereits manifestierten Krebses.
D.N. Syed et al., Cancer Letters 265 (2008) 167-176 V.M. Adhami et al., Annual Meeting of the American Association for Cancer Research, San Diego, USA, 2008 American Cancer Society: www.cancer.org
Grüner Tee verjüngt Hautzellen Durch EGCG, ein Inhaltsstoff im grünen Tee, konnten im Laborexperiment sterbende Hautzellen reaktiviert werden. Die Hautzellen begannen ihr Erbgut wieder zu vervielfältigen und steigerten den Energieverbrauch. Eine solche Reaktivierung durch eine z.B. EGCG-haltige Creme könnte bei verschiedenen Hautproblemen eingesetzt werden. Damit lässt sich möglicherweise die Vernarbung von Wunden verhindern oder die Schuppenflechte behandeln.
Wissenschaft.de, Gesundheit, 28.4.03
Schwarz-und Grüntee sollten ohne Milch genossen werden Wenn Teetrinker ihrem Herz-Kreislauf-System etwas Gutes tun wollen, dann sollten sie ihren Tee ohne Milch trinken. Die gefässschützenden Eigenschaften von Grüntee oder Schwarztee gehen durch die in der Milch enthaltenen Kaseine offenbar vollständig verloren. Dies berichten Kardiologen der Charité in Berlin im „European Heart Journal online“. Saldo Nr. 1 vom 24.1.2007, S. 25
Entgiftung des Körpers durch grünen Tee Grüner Tee als Krebsprophylaxe. Ein wirksames Abwehrsystem zur Verhinderung von Zellschäden durch reaktive freie Radikale ist eine wichtige Voraussetzung, um dem Körper vor Krebs zu schützen.
Eine amerikanische Studie konnte nun nachweisen, dass durch die Einnahme von Grüntee-Polyphenolen die Menge und Aktivität der sogenanten GST-Enzyme (siehe Erklärung Enzyme) in Blut wesentlich erhöht wird. So hilft der Grüntee dem Körper, sich zu entgiften und vor Krebs zu schützen. Bemerkenswerterweise war dieser Effekt besonders bei jenen Testpersonen ausgeprägt, welche vor der Untersuchung eine deutlich niedrigere Enzymaktivität aufwiesen. Daraus wurde geschlossen, dass mit Grüntee-Polyphenole vor allem jene Menschen vor Krebs geschützt werden können, deren GST-Enzyme von Natur aus eine niedrigere Aktivität aufweisen.
Im Rahmen derselben Studie wurde zudem festgestellt, dass durch die Grünte-Polyphenole die Aktivität der Cytochrom P-450 Enzymfamilie nicht beeinträchtigt wird. Dies ist von Bedeutung, weil durch diese Enzyme z.B. Medikamente abgebaut bzw. inaktiviert werden. Ein ungewollt schneller Abbau von Medikamenten ist also durch die Einnahme von Grünteeextrakten (in der Form von Tee oder Tabletten) nicht zu befürchten (Anmerkung der Tee-Online Redaktion: Zu berücksichtigen ist hierbei allerdings, dass Polyphenole als recht potente Fällungs- und Komplexierungsmittel verschiedenste Substanzen binden können. Eine gleichzeitige Einnahme von Polyphenolen und Arzneimittel sollte daher zur Sicherheit vermieden werden).
Hintergrund Enzyme sind körpereigene Proteine, die ganz bestimmte chemische Reaktionen ermöglichen. Die Glutathion-S-Transferasen (GST) sind Enzyme, welche organische freie Radikale und reaktive organische Moleküle unschädlich machen und den Körper auf diese Weise vor der Einwirkung dieser Substanzen zu schützen versuchen.
Chow HHS et al., Cancer Epidemology Biomarkers & Prevention 16, 8 (2006) 1662-1666 und Chow HHS et al., Cancer Epidemology Biomarkers & Prevention 15, 12 (2006) 2473-2476 und F.X. Reichl, Taschenatlas der Toxikologie, Georg Thieme Verlag, Stuttgart, 1997, 140-142
Grüntee und Rotbusch Tee bei Zuckerkrankheit Grüntee und Rotbusch Tee sollen bei einer – durch Zuckerkrankheit hervorgerufenen – Nierenerkrankung helfen. Die diabetische Nephropathie ist eine Nierenerkrankung, für welche als Ursache die Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus) verantwortlich gemacht wird und eine häufige Ursache eines Nierenversagens ist. Wie eine japanische Studie zeigen konnte, kann dieser Nierenerkrankung durch Grüntee und Rotbusch Tee (Rooibos) wirksam entgegen getreten werden. Es wird angenommen, dass die im Grüntee enthaltenen Polyphenole bzw. im Rotbusch enthaltenen Flavonoide freie Radikale abfangen und so die Anlagerung von Glukose an körpereigene Proteine (die so genannte Maillard Reaktion) verhindern kann.
Food Phytochemicals for Cancer Prevention, ACS Symposium, 547 (1994) 68-75 und J. Clin. Invest., 95 (1995) 2338-2345
Grüner Tee ist besonders gesund mit Zitronensaft Mit Zitronensaft soll grüner Tee besonders gesund sein. US-Forscher von der Purdue Universität in West Lafayette konnten nachweisen, dass Zitronensaft, Vitamin C und Grapefruitsaft die im Tee enthaltenen Polyphenole vor einem Abbau schützen. Das Vitamin C beziehungsweise die Stoffe aus den Zitrusfrüchten verhindern, dass die Polyphenole während der Verdauung zerfallen. Die Forscher konnten zeigen, dass so bis zu 13 mal mehr Polyphenole vom Körper aufgenommen werden im Vergleich zu einer Einnahme auf nüchternen Magen ohne Zusätze. Die Forscher konnten zudem zeigen, dass die Einnahme von Milchprodukten die Aufnahme des Polyphenols nicht verhindert, was der weit verbreiteten Meinung, dass die Polyphenole durch Milchproteine gebunden und unwirksam gemacht werden, entgegenspricht. Polyphenole sollen unter anderem vor Krebs und Herz-Kreislauf-Krankheiten schützen (lesen sie dazu mehr in unserem Newsletter Archiv). Apotheken Umschau, 2 (2008) und Purdue University (2007, November 14). Citrus Juice, Vitamin C Give Staying Power To Green Tea Antioxidants. ScienceDaily.
Warum grüner Tee gegen Krebs hilft Epidemiologische Studien weisen seit langem darauf hin, dass das Trinken von grünem Tee bei der Vorbeugung gegen Krebs hilft (1). Dabei werden die im grünen Tee enthaltenen Polyphenole für die positive Wirkung verantwortlich gemacht werden. Bislang wurden verschiedene Theorien postuliert, wie die Polyphenole den menschlichen Körper vor Krebs zu schützen vermögen (1-3), aber keine dieser Theorien ist auf alle Krebsarten anwendbar. Eine Forschungsgruppe aus den USA (4) stellte nun die Vermutung auf, dass die Hemmung eines bestimmten Enzyms, genannt Urokinase, für die Krebsprävention verantwortlich sind. Dieses Enzym wird in Krebszellen in grossen Mengen produziert und könnte ein Angriffspunkt in der Bekämpfung gegen Krebs werden. Obschon sich mit der Theorie von Jankun et al. die Wirkung des grünen Teekrautes auf den Krebs universell beschreiben lässt, hat die Studie doch eine wesentliche experimentelle Schwäche. In der Studie wurden Polyphenol Konzentrationen eingesetzt, welche rund 1000 bis 10'000 mal höher sind, als diese im menschlichen Gewebe nach dem Konsum von Tassen Tee anzutreffen sind (5). Damit stellt sich die Frage, ob sich die in dieser Studie gewonnen Erkenntnisse auf reale Situationen anwenden lassen. Dass die Einnahme von grünem Tee gegen Krebs vorzubeugen hilft, scheint erwiesen, doch wieso ist also immer noch unklar.
(1): C.S. Yang et al., J. Natl. Cancer Inst. 85 (1993) 1038 (2): G.D. Stoner und H. Mukhtar, J. Cell. Biochem. 22 (1995) 169 (3): H. Fujiki et al., Prev. Med. 21 (1992) 503 (4): J. Jankun et al., Nature 387 (1997) 561 (5): C.S. Yang, Nature, 389 (1997) 134
Abnehmen durch chinesische Kräuter Eine chinesische Forschungsgruppe konnte nachweisen, dass verschiedene chinesische Kräuter hochpotente Fettsäureninhibitoren sind und schlagen deren Verwendung in der Behandlung von Fettleibigkeit vor (siehe Hintergrund). Sie untersuchten die Wirkung von insgesamt 31 Kräutern und konnten zeigen, dass davon mehrere den Aufbau von Fettsäure sehr effektiv unterbinden können. Dazu wurde im Laborversuch gemessen, wie stark ein Extrakt des jeweiligen Krautes den Fettsäureaufbau zu bremsen vermag. Die Resultate konnten im Anschluss daran in weiteren Experimenten bestätigt werden. Es zeigte sich, dass z.B. der in China oft verwendete Da Huang und He Shou Wu, aber auch der Grüntee besonders wirksam ist.
Hintergrund Der Fettanteil eines Menschen beträgt im Durchschnitt 21 % für Männer und 26 % für Frauen (womit theoretisch eine Hungerzeit von ca. 2-3 Monaten überlebt werden kann). Über die Nahrung aufgenommene Fette können nicht direkt als Fettreserven gespeichert werden, sondern müssen zuerst im Verdauungstrakt in ihre einzelnen Bestandteile aufgespalten werden. Erst später erfolgt die Biosynthese von Fett aus diesen Bestandteilen oder aus solchen, welche aus der Zersetzung von Zucker oder Eiweissen stammen. Der Bildung aus letzteren zwei Quellen geht der Aufbau von Fettsäuren voraus, welcher durch die oben beschriebenen chinesischen Kräuter unterdrückt wird. Da Nahrungsfett sehr effizient in Körperfett überführt wird, sollte dieses, um durch solche Kräuter abnehmen zu können, nicht im Übermass zu sich genommen werden. Übrigens: Die Diätpille Xenical hemmt die so genannte Lipolyse im Darm, dadurch tritt weniger Fett vom Darm in den Körper über. Das im Kot verbleibende Fett verändert jedoch dessen Konsistenz, so dass es zu unangenehmen Durchfall kommen kann. Die Einnahme von Xenical erniedrigt zudem die Aufnahme von fettlöslichen Vitaminen.
W.X. Tian et al., Life Sciences 74 (2004) 2389-2399 und D. Voet et al., Lehrbuch der Biochemie, Wiley-VCH, Weinheim
Gesunde Ernährung als Prophylaxe für Herzkreislauferkrankungen
Herzkreislauferkrankungen sind eine der Haupttodesursachen in Industrieländern. Einer der Haupt-Risikofaktoren ist ein hoher Blutdruck. Eine Ernährung mit einem hohen Anteil an Früchte und Gemüse kann das Herz-Kreislauferkrankungs-Risiko signifikant absenken. Bei einem Konsum von 250-400g Obst oder Gemüse sinkt das Schlaganfall-Risiko um 11% bei einem Konsum von über 400g sogar um 26%, verglichen mit Menschen mit einem Konsum von unter 250g1. Vermutlich ist hierfür vor allem der dadurch erniedrigte Blutdruckwert verantwortlich1.
Übrigens Der systolische als auch der diastolische Blutdruck kann herbeigezogen werden, um das Risiko einer Herzkreislauferkrankung abzuschätzen. Als systolischer Blutdruck (SBD) wird der Druck bei Pumpen des Blutes und als diastolischer Druck (DBD) jener während der Herz-Ruhephase bezeichnet. Der SBD ist also der höhere der beiden Drücke. Ab einem Blutdruck von 115/75 mm Hg steigt das das Hirnschlagsrisiko als auch das Risiko einer koronarer Herzerkrankung exponentiell an. Das Risiko an einem Hirnschlag oder einer koronaren Herzerkrankung zu sterben, verdoppelt sich dabei in etwa bei einem 20 mm Hg höheren systolischen bzw. 10 mm Hg diastolischen Blutdruck.
Die aktive Komponente im Gemüse und Obst ist wohl der Anteil der sogenannten Flavonoide, wobei das Quercetin vermutlich das wichtigste ist 2. Es macht rund 60-75% aller im Gemüse steckenden Flavonoide aus und ist auch in Grün- und Schwarztee enthalten (siehe Kasten). Im Tierversuch liess sich feststellen, dass Quercetin den Blutdruck gesunder Individuen nicht beeinflusst, einem hohen Blutdruck aber wirksam entgegengewirkt. Interessanterweise ist es hierbei egal, durch was der hohe Blutdruck verursacht ist. Ob eine salz-, fett- oder kalorienreiche Ernährung oder Medikamente die Ursache ist, Quercetin senkt den Blutdruck. Bei Raten mit erhöhtem Blutdruck konnte bei einer täglichen Dosis von 10 mg/kg Quercetin der systolische Blutdruck um 18% und der diastolische um 23% gesenkt werden 3. Mit der gleichen Dosis konnte die blutdrucksteigernden Wirkung von Kochsalz fast gänzlich verhindert werden 4. Mit nur 5 mg/kg Quercetin lässt sich sogar die blutdrucksteigernde Wirkung, hervorgerufen durch eine schlechte Ernährungsgewohnheit (viel Fett und Zucker), deutlich reduzieren 5. Für den Menschen fehlen noch breit angelegte Studien. Eine Studie mit 41 Patienten (je ca. die Hälfte mit einem Blutdruck, welcher nur leicht erhöht − Mittelwert 137/86 ±2 − bzw. deutlich erhöht − Mittelwert 148/96 ±2 − war, ergab keine Änderung des Blutdrucks bei Patienten mit nur leicht erhöhten Blutdruck 6. Der systolische bzw. diastolische Blutdruck der Patienten mit deutlich erhöhtem Druck sank jedoch um 7±2 bzw. 5 ±2 mm Hg mm Hg.
Folgende Produkte (ungeschält!) enthalten merkliche Mengen Quercetin: • Schwarz- und Grüntee: 1000-2000 mg/kg (trockenes Kraut) • Rote Trauben • Zwiebeln (ca. 90-300 mg/kg). Rote Zwiebeln sind Quercetin reicher. • Peperoni (ca. 20-50 mg/kg). Rote Peperoni > grüne Peperoni > gelbe Peperoni • Spinat (ca. 600 mg/kg) • Äpfel (ca. 50-200 mg/kg) • Grünkohl und Brokkoli (10-100 mg/kg) • Grünes Blattgemüse: 20-200 mg/kg • Himbeeren (ca. 20 mg/kg), Heidel- Preisel- und Brombeeren (ca. 50-150 mg/kg)
(1) He, F. J.; Nowson, C. A.; MacGregor, G. A., Fruit and vegetable consumption and stroke: meta-analysis of cohort studies. Fruit and vegetable consumption and stroke: meta-analysis of cohort studies 2006, 367, (9507), 320-326. (2) Perez-Vizcaino, F.; Duarte, J., Flavonols and cardiovascular disease. Flavonols and cardiovascular disease 31, (6), 478-494. (3) Duarte, J.; Perez-Palencia, R.; Vargas, F.; Ocete, M. A.; Perez-Vizcaino, F.; Zarzuelo, A.; Tamargo, J., Antihypertensive effects of the flavonoid quercetin in spontaneously hypertensive rats. Antihypertensive effects of the flavonoid quercetin in spontaneously hypertensive rats 2001, 133, (1), 117-124. (4) Mackraj, I.; Govender, T.; Ramesar, S., The anti hypertensive effects of quercetin in a salt-sensitive model of hypertension. The anti hypertensive effects of quercetin in a salt-sensitive model of hypertension 2008, 51, (3), 239-245. (5) Yamamoto, Y.; Oue, E., Antihypertensive effect of quercetin in rats fed with a high-fat high-sucrose diet. Antihypertensive effect of quercetin in rats fed with a high-fat high-sucrose diet 2006, 70, (4), 933-939. (6) Edwards, R. L.; Lyon, T.; Litwin, S. E.; Rabovsky, A.; Symons, J. D.; Jalili, T., Quercetin reduces blood pressure in hypertensive subjects. Quercetin reduces blood pressure in hypertensive subjects 2007, 137, 2405-2411.
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Der Alkohol und die Gesundheit
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Dieser Newsletter ist einem für Brandenberger Tee-online eher ungewöhnlichem Thema gewidmet; dem Alkohol.
Das Thema Alkohol wird oft emotional diskutiert und spaltet die wissenschaftliche Gemeinschaft in zwei Lager. Ohne Zweifel ist ein übermässiger Alkoholkonsum ungesund für Geist und Körper. Uneinigkeit herrscht darüber, welche Alkoholmenge noch gesund ist. Während wenige Wissenschafter grundsätzlich an Studien zweifeln, welche einen gesunden Effekt von alkoholischen Getränken zeigen, ist für die meisten erwiesen, dass ein moderater Alkoholkonsum mit einer positiven Wirkung einhergeht. In unzähligen Studien wurde nämlich nachgewiesen, dass die Sterblichkeit im Hinblick auf Herzinfarkt und Gesamtsterblichkeit bei einem moderaten Alkoholkonsum (moderat = 2 Gläser (Mann) bzw. 1 Glas (Frau) pro Tag) am niedrigsten, jene von Nicht-Trinkern und starken Trinkern hingegen erhöht ist (siehe z.B. 1-3).
Das interessiert Sie vielleicht auch noch Die Vermutung der gesunden Auswirkungen von Rotwein geht auf eine epidemiologische Studie einer englischen Forschungsgruppe 4 im Jahre 1979 zurück. Die Resultate aus 18 Ländern zeigten, dass die Franzosen am wenigstens von Herzinfarkten betroffen waren, trotz eines eher durchschnittlich gesunden Lebensstils. Die Forscher führten dies auf den hohen Weinkonsum zurück und fanden einen (so gut wie) indirekt linearen Zusammenhang zwischen der konsumierten (logarithmierten) Weinmenge und der Herzinfarkttodesrate. Der Begriff „French Paradox“ war geboren.
Nur wenige Studien stellten bislang den gesunden Effekt eines moderaten Alkohol-Konsums in Frage. Eine der wichtigsten Studien war eine grosse Übersichts-Studie amerikanischer Wissenschafter 5. Die Wissenschafter hatten die Resultate aus 54 Studien so korrigiert, dass ehemalige Trinker und solche mit sehr kleinem Alkoholkonsum separat klassifiziert und nicht den Nichttrinkern zugeordnet wurden. Das Resultat der korrigierten Studien: Die Forscher konnten keine geringere Sterblichkeit bei moderatem Alkoholkonsum und keinen signifikanten herzschützenden (kardioprotektiven) Effekt nachweisen. Allerdings konnten sie die positive Wirkung auch nicht widerlegen. Tendenziell lassen sogar auch deren Resultate bei moderatem Konsum einen positiven Effekt erkennen. Nur konnten die Forscher aufgrund der starken Streuung nicht sagen, ob der beobachtete Effekt statistische relevant ist, oder nicht. Dieses Beispiel zeigt, dass uns die Debatte vermutlich noch lange erhalten bleiben wird, aber man von einer herzschützenden Wirkung ausgehen kann.
Übrigens Viele Wissenschafter schreiben dem Rotwein im Vergleich zu anderen alkoholhaltigen Getränken einen stärkeren kardioprotektiven Effekt zu 6. Diese Beobachtung steht in Übereinstimmung mit der allgemein Tatsache, dass Wein viele wertvolle Polyphenole wie, Resveratrol, Quercetin, Rutin und Catechin enthält (mehr Infos zu einzelnen Polyphenolen finden Sie in den Newslettern über das Resveratrol und Quercetin).
Ein Wermutstropfen allerdings bleibt: Es herrscht nämlich ein allgemeiner Konsens darüber, dass Alkohol unter Umständen auch Krebs auslösen kann. Die Krebsarten, welche mit Alkoholkonsum in Verbindung gebracht werden, betreffen den oberen Verdauungstrakt (Mund, Rachenraum, Kehlkopf, Speiseröhre), die Leber, den Darm und die Brust. Konkret lassen sich rund 10% (Mann) bzw. 3% (Frau) aller Krebsfälle auf den Alkohol zurückführen 7. Hierbei muss allerdings angemerkt werden, dass für die meisten alkoholbedingten Krebsfälle ein übermässiger Konsum verantwortlich gemacht wird 7. Bei jenen Menschen, welche sich an die Trinkempfehlung halten, lassen sich im Durchschnitt rund 1.4% (Mann) bzw. 0.6% (Frau) aller Krebsfälle auf den Alkohol zurückführen.
Vergleicht man andere Risikofaktoren ist das Krebsrisiko bei moderatem Trinken also nicht besonders hoch. So lassen sich nämlich im Schnitt rund 6% aller Krebsarten auf einen Konsum von zu wenig Früchten, 4% auf zu wenig Bewegung oder 15-20% auf Infektionen zurückführen (Hepatitis B- oder C, Human Papilloma-Virus (HPV) oder Helicobacter Pylori) 8. Oder denken wir an andere krebsauslösende Substanzen wie Acrylamid in Pommes-Chips, Formaldehyd in z.B. Textilien, Farbstoffe in Haarfärbemitteln 9 etc., welchen wir immer wieder mal ausgesetzt sind.
Wie auch immer man den gesundheitlichen Aspekt des Alkoholgenusses beurteilt, bleibt abschliessend festzustellen, dass mit dem Alkoholgenuss auch eine gewisse Lebenslust verbunden ist, welche sich unter anderem stressvermindernd auswirkt. Auch Stress führt bekanntlich zu Herz-Kreislaufproblemen und vermutlich auch zu Krebs. So gesehen hat der Schrei nach Abstinenz wenig Sinn. Oder wie Antonio Todde, welcher lange als ältester Mann auf der Welt galt, zu pflegen sagt „liebe einfach deinen Bruder und trinke jeden Tag ein Glas Rotwein, und du lebst lange 10“. (1) Di Castelnuovo, A.; Costanzo, S.; Bagnardi, V.; Donati, M. B.; Iacoviello, L., et al., Alcohol dosing and total mortality in men and women - An updated meta-analysis of 34 prospective studies. Arch. Intern. Med. 2006, 166, (22), 2437-2445. (2) Di Castelnuovo, A.; Costanzo, S.; Donati, M. B.; Iacoviello, L.; de Gaetano, G., Prevention of cardiovascular risk by moderate alcohol consumption: epidemiologic evidence and plausible mechanisms. Intern. Emerg. Med. 2010, 5, (4), 291-297. (3) Doll, R.; Peto, R.; Boreham, J.; Sutherland, I., Mortality in relation to alcohol consumption: a prospective study among male British doctors. Int. J. Epidem 2005, 34, (1), 199-204. (4) Stleger, A. S.; Cochrane, A. L.; Moore, F., Factors Associated with Cardiac Mortality in Developed-Countries with Particular Reference to the Consumption of Wine. Lancet 1979, 1, (8124), 1017-1020. (5) Fillmore, K. M.; Kerr, W. C.; Stockwell, T.; Chikritzhs, T.; Bostrom, A., Moderate alcohol use and reduced mortality risk: Systematic error in prospective studies. Addict. Res. Theory 2006, 14, (2), 101-132. (6) Di Castelnuovo, A.; Rotondo, S.; Iacoviello, L.; Donati, M. B.; de Gaetano, G., Meta-analysis of wine and beer consumption in relation to vascular risk. Circulation 2002, 105, (24), 2836-2844. (7) Schutze, M.; Boeing, H.; Pischon, T.; Rehm, J.; Kehoe, T., et al., Alcohol attributable burden of incidence of cancer in eight European countries based on results from prospective cohort study. BMJ 2011, 342. (8) Ott, J. J.; Ullrich, A.; Mascarenhas, M.; Stevens, G. A., Global cancer incidence and mortality caused by behavior and infection. J. Public Health 2011, 33, (2), 223-233. (9) Boyle, P.; Levin, P.; (Eds.), World Cancer Report 2008. International Agency for Research on Cancer: 2008. (10) Baur, J. A.; Sinclair, D. A., Therapeutic potential of resveratrol: the in vivo evidence. Therapeutic potential of resveratrol: the in vivo evidence 2006, 5, (6), 493-506.
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Diabetes: Die schleichende Gefahr
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Herzkreislauferkrankungen sind eine der Haupttodesursachen in Industrieländern. Leidet der Mensch unter hohen Blutzuckerwerten — Diabetes mellitus genannt — erhöht sich auch sein Risiko, an einer Herzkreislauferkrankung zu sterben. Gemäss der International Diabetes Federation (IDF) waren 2010 rund 250 Millionen Menschen vom Diabetes Typ 2 (siehe Kasten) betroffen, mit stark steigender Tendenz.
Hintergrundwissen Diabetes Der Diabetes ist eine Störung der Zuckerverwertung, welche durch Insulin-Mangel verursacht wird. Das Insulin bewirkt, dass mit der Nahrung zugeführter Zucker in die Zellen hinein transportiert wird, wo er dann in Energie oder Fett umgewandelt werden kann. Man unterteilt den Diabetes mellitus in zwei Typen auf. Der Diabetes Typ 1 tritt schon im Kindesalter auf. Bei diesem Typus werden die sogenannten Langerhans-Inselzellen des Pankreas meist durch das körpereigene Immunsystem zerstört, wodurch meist die Insulinproduktion völlig ausfällt. Vom Diabetes Typ 2 sind meistens ältere Menschen befallen, daher wurde er früher auch Altersdiabetes genannt. Dieser Typ macht 90-95% der Diabetesfälle aus und ist in der Regel durch eine Insulinresistenz gekennzeichnet, dass heisst, das Insulin wirkt nicht mehr richtig 1. Fatalerweise entwickelt sich ein Diabetes des Typs 2 langsam und wird daher oft sehr spät erkannt. Aufgrund fehlender Symptome nähert er sich auf leisen Sohlen, und schädigt in dieser Zeit die Blutgefässe und dadurch besonders das Herz mehr und mehr. Paart sich der hohe Blutzucker mit erhöhtem Blutdruck, Übergewicht und hohen Cholesterinwerten so gehört man zu einer Hochrisiko-Gruppe mit einem so genannten metabolischen Syndrom (MeSy), welches heute als der entscheidende Risikofaktor für Herzinfarkte und Schlaganfälle betracht wird.
Die Entstehung eines Diabetes Typ 2 kann verhindert oder − im Falle eines genetischen bedingten Diabetes − hinausgezögert werden. Heilen kann man ihn in der Regel nicht. Leidet man bereits an einem Diabetes, kann man diesen — nebst einer medikamentösen Behandlung — durch verschiedene Massnahmen günstig beeinflussen. Da Übergewicht, Bewegungsmangel und schlechte Ernährung (wenig Gemüse viel Kohlenhydrate) als die drei wichtigsten Gefahrenquellen betrachtet werden, kommt diesen Faktoren bei der Prävention und der unterstützenden Behandlung eine wichtige Bedeutung zu. Die International Diabetes empfiehlt zur Risikoverminderung vor allem auf ein normales Körpergewicht und genügend Bewegung (3-4x wöchentlich) zu achten.
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Phytotherapie als eine Alternative
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Durch den Konsum von Hibiskus-Tee können die Auswirkung von Diabetes reduziert werden. Mexikanischer Wissenschafter 2 konnten zeigen, dass die Blutzuckerwerte von MeSy Patienten einen Monat nach der Einnahme von nur 100mg/Tag Hibiskusextrakt sanken. Die Studienresultate liessen vermuten, dass eine Insulinresistenz durch die Einnahme von Hibiskus verkleinert wird. Als wirksame Bestandteile werden die im Hibiskus enthaltenen Flavonoide − polyaromatische Pflanzenfarbstoffe − und die Hibiscus-Protocatechusäure genannt.
Ein weiteres bei Diabetes nützliches Kraut ist der in Südafrika beheimatete Rotbusch-Tee (auch bekannt unter dem Namen Rooibos oder Roibusch), welcher sich seit Jahren steigender Beliebtheit bei Teetrinkern erfreut. Vermutlich ist es das Flavonoid Aspalathin, welches als Antidiabetikum wirkt. In Versuchen mit Mäusen konnte mit einer 2 Stunden vor einer Glukose-Gabe verabreichten Dosis von 0.2g Aspalathin/kg Körpergewicht der Anstieg des Blut-Glukoselevels um rund die Hälfte reduziert werden 3. Eine Gabe von rund 0.5g/kg Aspalathin während fünf Wochen konnte überdies den Nüchtern-Glukosewert bereits nach 1 Woche um bis zu 20% senken. Die Forscher konnten zeigen, dass durch Aspalathin nicht nur die Insulin-Sekretion sondern auch die Glukose-Aufnahme in Muskelzellen deutlich gesteigert wird.
Der Zimt wird in Indien traditionellerweise gegen Diabetes eingesetzt 4. Indische Forscher verfütterten Raten mit Typ-2-Diabetes täglich den im Zimt vorhandenen Wirkstoff Zimtaldehyd in einer Dosierung von 5, 10 und 20 mg /kg und verglichen deren Bluttzuckerwerte mit Raten, welche mit dem Antidiabetikum Glibenclamide behandelt wurden. Die Forscher konnten zeigen, dass der Blutzuckerwert der Diabetes-Ratten mit der Zeit dosisabhängig sank. Nach einer Behandlungsdauer von 7 Tagen sank der Blutzuckerwert in allen Versuchstieren unabhängig von der Dosierung um rund 20%. Nach 45 Tagen war der Blutzuckerwert um 40% (5mg), 60% (10mg) bzw. 70% (20mg und Glibenclamide) erniedrigt. Mit vier Tassen Zimt-Tee wird bereits eine Dosis von rund 20mg/kg erreicht.
Das Berberin bzw. die Berberitze ist ein anderes Naturprodukt, welches in Indien, Pakistan und der traditionellen chinesischen Medizin unter anderem für die Behandlung von Diabetes verwendet wird. Berberin kommt in mehreren Pflanzen wie der Berberitze und der kanadischen Orangewurzel (auch Gelbwurz genannt) vor. Pakistanische Wissenschafter fütterten Ratten mit Typ-2 Diabetes täglich 50mg/kg Berberitzen-Wurzel (Berberin Gehalt 80%). Nach einer Behandlungsdauer von nur 7 Tagen pendelte sich der Blutzuckerwert auf fast Normalniveau ein, die Wirkung übertraf sogar jene des Glibenclamid’s. In einer chinesischen Studie 5 wurden mit 300 mg/kg Berberin nach 32 Wochen in etwa dieselben Resultate erzielt. Die Resultate beider Studie sind zwar interessant, doch die auf den Menschen übertragene Dosis von rund 4-24g/80 kg scheint für eine praktische Anwendung doch eher hoch.
Auch der Extrakt aus der Ginseng-Wurzel ist in der Lage, die Auswirkung des Typ-2 Diabetes zu reduzieren 6, 7]. Mit nur 50mg/kg Körpergewicht eines Ginseng-Extraktes konnten Forscher der Universität Chicago den Blutzuckerwerte von Mäusen mit Typ-2 Diabetes nach 10 Tagen auf fast Normal-Level senken 7. Bemerkenswerterweise stieg der Blutzuckerwert nach Aussetzen der Therapie während 15 Tagen nur sehr langsam wieder an und erreichte erst nach 20 Tagen wieder das Niveau der Diabetes-Mäuse.
Die Natur hält noch ein weiteres wirksames Mittel im Kampf gegen den Diabetes bereit; die in der chinesischen Medizin breit eingesetzte und auch bei uns gut bekannte Rhabarber. Zwei chinesische Forscherteams 8, 9 konnten im Versuch mit fettleibigen Mäusen mit Typ-2 Diabetes zeigen, dass das darin enthaltene Emodin den Nüchtern-Blutzuckerspiegel um rund 20-40% absenkt. In einer anderen Studie 9 senkten sich die Blutzuckerwerte nach rund 2 Wochen gar auf dasselbe Niveau ab, wie von Mäusen, die mit Insulin behandelt wurden. Gleichzeitig wurde die Insulinrestistenz erniedrigt. Um dieselbe Dosis wie im Tierversuch verwendet zu erreichen, müsste ein Mensch täglich rund 3kg Spargel essen. Da die in Rhabarber enthaltene Oxalsäure Harnsteine fördert, sollte diese aber nur in kleinen Mengen − sozusagen als Unterstützung anderer Therapien − genossen werden.
Auch das im Rotwein und Trauben enthaltene Resveratrol beeinflusst sowohl den Blutzuckerwert als auch die Insulinresistenz positiv 10. In einer Studie amerikanischer Wissenschafter 11 wurden Mäusen unter einer hoch-Kaloriendiät täglich die geringe Dosis von 2mg/kg Resveratrol gespritzt. Trotz dieser sehr geringen Dosierung erreichte der Blutzuckerwert nach 5 Wochen beinahe das Niveau von Mäusen mit einer Mager-Diät. Auch die Insulinresistenz wurde positiv beeinflusst; der Insulingehalt im Blut ging beinahe um die Hälfte zurück. Diese beeindruckenden Resultate lassen hoffen, dass sich die Einnahme auch verhältnismässig geringer Resveratrol-Mengen schnell günstig auf einen Diabetes auswirkt.
Es wird vermutet, dass die Folgeschäden des Diabetes zu einem Teil mit der erhöhten Konzentration von freien Radikalen zusammenhängen,12, 13. Daher macht das Trinken von Teesorten mit einem hohen Anteil an Antioxidantien (z.B. Grüntee oder Rotbusch) Sinn. Die diabetische Nephropathie z.B. ist eine Nierenerkrankung, für welche als Ursache die der Diabetes verantwortlich gemacht wird. Wie eine japanische Studie 14 zeigte, kann dieser Nierenerkrankung durch Grüntee und Rotbusch Tee (Rooibos) wirksam entgegen getreten werden. Es wird angenommen, dass die im Grüntee enthaltenen Polyphenole bzw. im Rotbusch enthaltenen Flavonoide freie Superoxid-Radikale abfangen und so die Anlagerung von Glukose an körpereigene Proteine (die so genannte Maillard Reaktion) verhindern kann 14, 15. Auf den Blutzuckerspiegel oder die Insulinresistenz nimmt der Grüntee leider aber nur wenig Einfluss.
(1) Moller, D. E., New drug targets for type 2 diabetes and the metabolic syndrome. Nature 2001, 414, (6865), 821-827. (2) Gurrola-Diaz, C. M.; Garcia-Lopez, P. M.; Sanchez-Enriquez, S.; Troyo-Sanroman, R.; Andrade-Gonzalez, I., et al., Effects of Hibiscus sabdariffa extract powder and preventive treatment (diet) on the lipid profiles of patients with metabolic syndrome (MeSy). Phytomedicine 2010, 17, (7), 500-505. (3) Kawano, A.; Nakamura, H.; Hata, S.-i.; Minakawa, M.; Miura, Y., et al., Hypoglycemic effect of aspalathin, a rooibos tea component from Aspalathus linearis, in type 2 diabetic model db/db mice. Phytomedicine 2009, 16, (5), 437-443. (4) Babu, P. S.; Prabuseenivasan, S.; Ignacimuthu, S., Cinnamaidehyde - A potential antidiabetic agent. Phytomedicine 2007, 14, (1), 15-22. (5) Zhou, J. Y.; Zhou, S. W.; Bin Zhang, K.; Tang, J. L.; Guang, L. X., et al., Chronic effects of berberine on blood, liver glucolipid metabolism and liver PPARs expression in diabetic hyperlipidemic rats. Biol. Pharm. Bull. 2008, 31, (6), 1169-1176. (6) Xie, J.-T.; Wang, C.-Z.; Li, X.-L.; Ni, M.; Fishbein, A., et al., Anti-diabetic effect of American ginseng may not be linked to antioxidant activity: Comparison between American ginseng and Scutellaria baicalensis using an ob/ob mice model. Fitoterapia 2009, 80, (5), 306-311. (7) Xie, J. T.; Wu, J. A.; Mehendale, S.; Aung, H. H.; Yuan, C. S., Anti-hyperglycemic effect of the polysaccharides fraction from American ginseng berry extract in ob/ob mice. Phytomedicine 2004, 11, (2-3), 182-187. (8) Xue, J.; Ding, W.; Liu, Y., Anti-diabetic effects of emodin involved in the activation of PPAR gamma on high-fat diet-fed and low dose of streptozotocin-induced diabetic mice. Fitoterapia 2010, 81, (3), 173-177. (9) Zhao, X. Y.; Qiao, G. F.; Li, B. X.; Chai, L. M.; Li, Z., et al., Hypoglycaemic and Hypolipidaemic Effects of Emodin and Its Effect on L-Type Calcium Channels in Dyslipidaemic-Diabetic Rats. Clin. Exp. Pharmacol. Physiol. 2009, 36, (1), 29-34. (10) Vang, O.; Ahmad, N.; Baile, C. A.; Baur, J. A.; Brown, K., et al., What is new for an old molecule? Systematic review and recommendations on the use of resveratrol. PloS ONE 2011, 6, (6), e19881. (11) Ramadori, G.; Gautron, L.; Fujikawa, T.; Vianna, C. R.; Elmquist, J. K., et al., Central Administration of Resveratrol Improves Diet-Induced Diabetes. Endocrinology 2009, 150, (12), 5326-5333. (12) Vincent, A. M.; Russell, J. W.; Low, P.; Feldman, E. L., Oxidative stress in the pathogenesis of diabetic neuropathy. Endocrin Rev 2004, 25, (4), 612-628. (13) Dmitriev, L. F.; Titov, V. N., Lipid peroxidation in relation to ageing and the role of endogenous aldehydes in diabetes and other age-related diseases. Ageing Res. Rev 2010, 9, (2), 200-210. (14) Kinae, N.; Shimoi, K.; Masumori, S.; Harusawa, M.; Furugori, M.-. Suppression of the Formation of Advanced Glycosylation Products by Tea Extracts. In Food Phytochemicals for Cancer Prevention II, Ho, C. T.; Osawa, T.; Huang, M. T.; Rosen, R. T., Eds. ACS Symposium Series Washington, 1994; Vol. 547, pp 68-75.(15) Cohen, M. P.; Sharma, K.; Jin, Y. L.; Hud, E.; Wu, V. Y., et al., Prevention of Diabetic Nephropathy in Db/Db Mice with Glycated Albumin Antagonists - a Novel Treatment Strategy. J. Clin. Invest. 1995, 95, (5), 2338-2345.
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